mini|Kirche St. Leonhard in Oberdingolfing Die römisch-katholische Kirche St. Leonhard (Oberdingolfing) ist eine spätgotische Saalkirche im Ortsteil Oberdingolfing von Dingolfing im Landkreis Dingolfing-Landau in Niederbayern. Sie gehört zum Pfarrverband Dingolfing im Bistum Regensburg.

Geschichte und Architektur Der Kirchenbau wurde um 1470 begonnen. Das Chorgewölbe wurde laut Inschrift an der Nordwand des Chores im Jahr 1484 durch Meister Matthäus von Massing eingezogen. Eine weitere Bauperiode zu Anfang des 17. Jahrhunderts ist inschriftlich gesichert.

Das Äußere der Kirche wird durch den markanten Nordturm im Chorwinkel bestimmt. Der Übergang von den drei quadratischen Geschossen zum quadratischen Aufsatz mit bekrönendem Spitzhelm wird durch steil abgeschrägte Eckstreben vermittelt. Die nordseitige Eingangsvorhalle ist sterngewölbt, eine seitliche Sitzbank ist eingetieft. Der Westvorbau stammt aus dem Jahr 1843.

Das Innere wird durch den spannungsvollen Kontrast der Teilräume bestimmt. Das Langhaus ist im Grundriss annähernd quadratisch. Die entsprechend angelegte Innenwölbung mit Stichkappen wurde im Jahr 1610 durch Siegmund Greiff aus Dingolfing ausgeführt, gemäß einer Inschrift am Freipfeiler. Der dreijochige, in drei Achteckseiten geschlossene Chor ist stark eingezogen und deutlich durch einen gefasten Chorbogen, dem in halber Höhe ein Profil vorgelegt ist.

Von den gefasten Wandpfeilerarkaden entspringen Runddienste mit Polygonkapitellen, auf denen Rippengewölbe mit Vierrautenstern-Figuren ruhen. Ein Wandfresko im Bogenfeld über dem Sakristeiportal zeigt Maria und Johannes unter dem Kreuz, datiert 1697.

Ausstattung Die Ausstattung des Hochchors stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Das Gemälde zeigt den Heiligen Leonhard als Beistand der Gefangenen und wurde 1789 von Franz Anton Simon aus Dingolfing ausgeführt. Die Seitenaltäre stammen aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und sind mit gleichartigen Holzfiguren des Muttergottes mit Kind sowie des Heiligen Nikolaus versehen.

Das Chorbogenkruzifix entstand um das Jahr 1520. Im Chor befindet sich eine Holzfigur der Madonna im Rosenkranz aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Das Chorgestühl ist ein Werk aus dem Jahr 1716.Information auf der Tourismus-Website von Dingolfing Die Kanzel mit gemauertem Fuß und Korpus zeigt eine Holzverkleidung und einen Schalldeckel aus dem Jahr 1786. Das Gemälde der vier Evangelisten wurde von Franz Anton Simon geschaffen.

Die beachtenswerten Kreuzwegtafeln von 1728 stammen aus der ehemaligen Klosterkirche des Franziskanerklosters Dingolfing. Zahlreiche Votivbilder und der Votivschrein im Chor ergänzen die Ausstattung, unter anderem Holz-Epitaphien von Schwedengeiseln aus dem Jahr 1633.

Zu einer Orgel von St. Leonhard in Dingolfing ist nichts Näheres bekannt.Information auf der Orgeldatenbank Bayern

Literatur

Weblinks

Informationen zur Kirche auf der Tourismus-Website von Dingolfing Einzelnachweise

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