Die Tiefsee-Einsiedlerkrebse (Parapaguridae) sind eine Familie der Einsiedlerkrebse mit 10 Gattungen. Die Vertreter kommen vom Schelf bis in die Tiefsee in Tiefen über 5000 m vor, besonders zahlreich im Bereich des Kontinentalhangs. Sie sind ein häufiger Beifang in der Schleppnetzfischerei.
Lebensweise Die meisten Arten tragen Meeresschneckengehäuse zum Schutz, viele andere leben symbiotisch mit Blumentieren wie Seeanemonen. Letztere heften sich auf ein von jungen Parapaguriden bewohntes Schneckengehäuse und bilden ein chitinartiges Gebilde, welches als Carcinoecium bezeichnet wird. Bei anderen Arten besteht das bewohnte Haus lediglich aus einer Höhle in einer flachen, gelantinösen Kolonie aus dutzenden Krustenanemonen der Gattung Epizoanthus, die eine schützende Hülle bilden.
Merkmale Die rechte Schere ist größer als die linke. Der Exopodit des ersten Maxillipeden ist ohne Geißel. Die dritten Maxillipeden stehen an der Basis weit auseinander. Das Rostrum (mittiger Stirnfortsatz) ist kürzer als der Augenstiel. Das Schild ist so breit wie lang. Der hintere Teil des Carapax ist größtenteils häutig. Die Kiemen sind Blattkiemen (Phyllobranchien), oberhalb des letzten Pereiopoden gibt es keine Pleurobranchien. Eine Cornea ist ausgebildet, der Augenstiel ist deutlich entwickelt. Der dritte bis fünfte Pleopode ist unpaar und nur links vorhanden.
Systematik Die Familie wird in folgende Gattungen gegliedert: Bivalvopagurus , 1993 Oncopagurus , 1996 Paragiopagurus , 1996 Parapagurus , 1879 Probeebei , 1926 Strobopagurus , 1989 Sympagurus , 1883 Tsunogaipagurus , 1995 Tylaspis , 1885 Typhlopagurus , 1972
Die Gattung Glaucothoe , 1830 ist unsicher (Taxon inquirendum).
Weblinks
Einzelnachweise