Das ehemalige Rittergut Wathlingen, Eicklinger Straße 8 am nordwestlichen Ortsrand, in der niedersächsischen Gemeinde Wathlingen, im Landkreis Celle, stammt aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Aktuell (2026) wird das Herrenhaus zum Wohnen genutzt. Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Wathlingen).Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
Geschichte und Beschreibung mini|Merian: Watlingen Adelicher Sitz, von um 1655 Herzog August der Ältere von Braunschweig-Lüneburg (1568–1636) folgte 1633 seinem verstorbenen Bruder Christian (1566–1633) als regierender Herzog im Fürstentum Lüneburg nach. Wie aus seinem Testament hervorging, erwarb er die Güter Wathlingen und Uetze, um seine Söhne finanziell auszustatten mit Zugang zum ritterschaftlichen Adel des Fürstentums Lüneburg. Unter dem Gutsherren Georg Friedrich Detlef von Lüneburg (1768–1816) wurde das alte Wasserschloss abgerissen und 1799 ein neues Herrenhaus in Form eines klassizistischen Fachwerkbaus unter dem Landbaumeister Christian Ludwig Ziegler errichtet.
Das Rittergut Wathlingen besteht aus dem zweigeschossigen, traufständigen, neunachsigen Herrenhaus von 1799, mit im 19. Jahrhundert horizontal verbohltem Fachwerk, mit Krüppelwalmdach, dem prägenden Dachhaus mit Fußwalm, Pilastern, Spitzgiebel und mit einem Oculus, daneben kleine Dachhäuschen mit Segmentbogengiebel, weiterhin mit dem mittigen Zugang hinter einer Freitreppe und dem Altanvorbau; innen mit Treppenanlage der großen Eingangshalle sowie zwei Fayence-Turmöfen,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem eingeschossigen, giebelständigen Kutscherhaus, im Kern vom ehemaligen Torhaus des Wasserschlosses aus dem 17. Jahrhundert, in Fachwerk mit weißen verputzten Ausfachungen und geschosshohen Streben sowie Satteldach; 1739 wurde es erweitert,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem achteckigen offenen barocken Pavillon von 1693 auf Sockel, mit einer geschwungenen Dachhaube in Krempziegeldeckung, sowie den toskanischen Dreiviertelsäulen und Rundbogenarkaden; die Kuppel ist von einer Engelsfigur bekrönt und die Wetterfahne hat die Initialen „JHVL“ (Johann Hermann von Lüneburg),Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen der klassizistischen Toranlage von um 1800 mit vier Sandstein-Torpfeilern und profilierten, auskragenden Aufsätzen mit Palmetten-/Ornamentfries,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem Park von ab 1790, westlich und südlich des Gutshofes, mit altem Baumbestand und teils erhaltenen Gräben der ehemaligen Wasserburg; zu den vielen Baumarten gehören u. a. Flatterulmen, Eichen und Rotbuchen mit einigen sehr alten Bäumen,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen sowie weiteren nicht denkmalgeschützten Anlagen.
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… geschichtliche Bedeutung im Rahmen der Ortsgeschichte, als Zeugnis- und Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte ….“
Literatur Wolfgang Braun: Schloss Wathlingen in: Rekonstruktionszeichnungen von Burgen Niedersachsens, 2012, S. 162 (Online, pdf, 29 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Baudenkmal in Wathlingen Wathlingen Wathlingen Wathlingen Wathlingen Wathlingen Wathlingen Kategorie:Erbaut in den 1790er Jahren