Corsia mantarayoides ist eine blattgrünlose Pflanzenart aus der Familie der Corsiaceae.

Merkmale Wie alle Arten der Gattung hat auch Corsia mantarayoides die Photosynthese aufgegeben und bildet dementsprechend kein Chlorophyll mehr. Stattdessen lebt sie myko-heterotroph von einem Mykorrhizapilz, der in Symbiose mit einer weiteren Pflanze lebt.

Corsia mantarayoides ist eine ausdauernde Pflanze, die nur zur Blütezeit oberirdisch wächst. Die ganze Pflanze ist 13 bis 18 cm hoch. Die Wurzeln sind fadenförmig, verzweigt und treten an Knoten aus dem Rhizom. Dieses wächst waagrecht, ist 2 bis 5 mm dick und trägt durchscheinende, lanzettlich Schuppen, die bis 5 mm groß sind. Der Stängel ist bräunlich-purpurn, aufrecht, 1,5 bis 3 mm dick, kahl, im Querschnitt kreisrund, und eng gerippt. Die Blätter sind scheidenartig, bräunlich-purpurn bis gelblich und stehen zu viert bis siebt am Stängel. Sie sind oval-lanzettlich, 10 bis 20 x 4 bis 6 mm groß und drei- bis siebennervig. Die Nerven laufen parallel, sind purpurn, die Spreite ist papieren, gefaltet, mit spitzem Ende, die Basis ist scheidenförmig.

Der Blütenstiel ist 25 bis 40 mm lang.

Die Blüte steht einzeln endständig am Stängel und ist zwittrig. Das median stehende Tepal, das Labellum, ist vergrößert und deutlich genagelt (unguiculat), der Nagel ist 4 bis 5 mm lang, tief kastanienbraun, nur der ventrale Rand ist für 1 bis 2 mm blassgelb. Die Platte ist breit-rhombisch, 10 bis 14 x 24 bis 28 mm groß und kahl. Aufgrund des gebogenen Fruchtknotens weist die Platte seitwärts oder nach unten. Der dorsale Rand ist unregelmäßig und schwach gewellt. Das Ende ist spitz bis abgestumpft, manchmal kurz zweispitzig. Die Basis ist breit keilförmig. An jeder Seite gibt es 5 bis 8 Nerven, die hauptsächlich von der unteren Hälfte des Labellums ausgehen und sich zum Rand hin verzweigen. Die Nerven sind bräunlich-pink bis purpurn. Der Hauptkallus ist ein gerillter, zahnähnlicher Vorsprung und 1 bis 1,5 mm lang. Der gezähnte Teil ist weder verdickt noch dunkler als der Rest des Labellums. Es gibt keine Nebenkalli.

Die übrigen fünf Tepalen sind durchscheinend hell kastanienbraun. Sie sind oblong bis verkehrt-lanzettlich mit einem abrupten, kurzen spitzen Ende. Sie sind 5 bis 9 x 2 bis 3 mm groß und sind leicht nach innen gebogen. Sie sind kahl und einnervig.

Die sechs Staubblätter stehen in zwei Kreisen gegenüber den Perianthblättern. Sie sind mit der Basis des Fruchtknotens verwachsen. Die Staubfäden sind 1 bis 2 mm lang, die Staubbeutel sind gelb, elliptisch und rund 1 mm lang. Der Fruchtknoten ist unterständig, bräunlich-purpurn und 10 bis 12 x rund 1,5 mm groß. Er ist dreifächrig, jeder Fächer mit vielen Samenanlagen in zentralwinkelständiger Plazentation. Der Griffel ist einfach, zylindrisch und rund 1,5 mm lang. Die Narbe ist gelb und dreilappig. Die Frucht ist unbekannt.

Verbreitungsgebiet Corsia mantarayoides kommt in dichten, moosreichen Berg-Regenwäldern in 1800 bis 2500 m Seehöhe vor. Die Art ist nur aus der Enga Province in Papua-Neuguinea bekannt.

Systematik Corsia mantarayoides wurde 2026 von Sebastian Hatt erstbeschrieben anhand von Material, das 1983 aufgesammelt worden war. Innerhalb der Gattung Corsia wird sie in die Sektion Unguiculatae gestellt.

Die Art ist nur in zwei Exemplaren bekannt, die bei zwei unterschiedlichen Expeditionen 1981 und 1983 von Thomas M. Reeve gesammelt wurden.

Das Artepitheton mantaryoides verweist auf die Ähnlichkeit des Labellums mit einem Riesenmanta, englisch manta ray.

Nachweise

Kategorie:Corsiaceae Kategorie:Corsiaceen Kategorie:Mykoheterotrophe Pflanze