Mieczysław Altman (* 2. Dezember 1916 in Kutno; † 14. Dezember 1997 in Pittsburgh, Pennsylvania) war ein polnischer Mathematiker.

Leben Mieczysław Altman wurde am 2. Dezember in der polnischen Stadt Kutno geboren. Von 1937 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs studierte er Mathematik an der Universität Warschau. 1939 ging er über die grüne Grenze nach Lwów und schrieb sich an der dortigen Universität ein. Er arbeitete direkt unter Stefan Banach, der zu dieser Zeit Dekan der mathematischen Fakultät war. Altman entschied sich unter dem Einfluss von Banach für die Funktionalanalysis als Arbeitsschwerpunkt und stand auch unter dem Einfluss von Stanisław Mazur und Hugo Steinhaus, er zählt zur Lemberger Mathematikerschule. Seine Doktorarbeit konnte er in Lwów nicht mehr beenden, nach dem Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion 1941 konnte er sein Leben durch Flucht retten und kam zunächst nach Swerdlowsk und schließlich 1942 nach Taschkent, wo er 1944 seine Masterarbeit und 1948 seine Promotion beenden konnte. Als sein Doktorvater wird Stanisław Mazur genannt.

Nach dem Krieg hatte Altman in den Jahren von 1949 bis 1969 mehrere Positionen am mathematischen Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften inne. Er war von 1958 bis 1969 Direktor der Abteilung für numerische Analysis und von 1962 bis 1963 Vizepräsident der Polnischen Mathematischen Gesellschaft. Nach Gastprofessuren am California Institute of Technology (1959–1960), am Courant Institute of Mathematical Sciences of New York University (1960) und in Rom (1969–1970) immigrierte Altman 1970 mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten, wo er bis zu seinem Ruhestand 1987 Mathematikprofessor an der Louisiana State University war.

Altman war seit 1953 mit der Ärztin Wanda Kusal verheiratet, das Paar bekam zwei Kinder, Barbara 1956 und Tom 1958. Mieczysław Altman starb am 14. Dezember 1997 im Alter von 81 Jahren und wurde auf dem „Golden Cemetry“ der Stadt Golden im Jefferson County (Colorado) begraben.

Werk Altman befasste sich mit Funktionalanalysis, numerischer Analysis, mathematischer Optimierungstheorie, nichtlinearen Differentialgleichungen, Integralgleichungen und Banachalgebren. Er ist Autor von über 200 wissenschaftlichen Publikationen und folgender Bücher:

Ehrungen 1958 erhielt Altman den Stefan-Banach-Preis der Polnischen Mathematischen Gesellschaft.

Einzelnachweise Siehe Stefan-Banach-Preis und die dortigen Quellenangaben

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