Tachina magnicornis ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1844 von dem schwedischen Naturforscher Johan Wilhelm Zetterstedt als Echinomyia magnicornis erstbeschrieben. Das lateinische Art-Epitheton magnicornis bedeutet in etwa „mit großen Fühlern (Hörnern)“.
Taxonomie Cerretti synonymisierte 2010 Tachina nupta (, 1859) mit Tachina magnicornis.
Merkmale Die Fliegen sind 9–16 mm lang. Tschorsnig und Herting (1994) lieferten eine Beschreibung der Art. Die Fliegen ähneln der bekannteren Igelfliege (Tachina fera). Im Unterschied zu dieser sind die vorderen Tarsen braun oder schwarz anstatt gelb oder selten braun. Weiterhin ist die Stirn relativ zu den Facettenaugen breiter als bei Tachina fera.
Verbreitung Tachina magnicornis besitzt eine transpaläarktische Verbreitung. Sie ist in Europa weit verbreitet. Nach Osten reicht das Vorkommen über Sibirien, Zentralasien und den Iran bis nach Japan. In Mitteleuropa gilt die Art als nicht so häufig wie Tachina fera, dagegen in Südeuropa oft häufiger.
Lebensweise Die Art gilt als etwas wärmeliebender als Tachina fera. Man findet die Art in offenen, trockenen Lebensräumen. Die Fliegen sind Blütenbesucher. Die Flugzeit dauert von Mitte April bis Ende September. Die Art weist mindestens zwei Generationen im Jahr auf. Die Larven von Tachina magnicornis entwickeln sich als solitäre Endoparasitoide in Schmetterlingsraupen. Es sind eine Reihe von Wirtsarten bekannt, darunter der Wolfsmilch-Ringelspinner (Malacosoma castrensis), der Schwammspinner (Lymantria dispar), das Ausrufungszeichen (Agrotis exclamationis), die Gammaeule (Autographa gamma), die Kieferneule (Panolis flammea) und das Schwarze C (Xestia c-nigrum).
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Raupenfliegen Kategorie:Tachinidae Kategorie:Parasit bei Wirbellosen