mini|hochkant|Filip Månsson, 1922 Karl Filip Månsson (geboren am 5. März 1864 in Sventorp, Skaraborgs län; gestorben am 30. März 1933 in Stockholm) war ein schwedischer Dekorationsmaler.
Leben Mänsson war ein Sohn des Malers Karl Fredrik Månsson (1839–1917) und dessen Frau Charlotta Christina (geborene Andersdotter; 1842–1925).Månsson, Karl Filip. In: Svenska män och kvinnor : biografisk uppslagsbok. Band 5: Lindorm–O. Albert Bonniers förlag, Stockholm 1949, S. 370 (schwedisch, runeberg.org). Er erhielt seine erste Ausbildung in der Malerei durch seinen Vater und anschließend bei dem Meistermaler P. Malmen, der eine Werkstatt für Dekorationsmalerei betrieb. Er besuchte von 1881 bis 1886 die Technische Schule und studierte von 1887 bis 1891 und 1895 bis 1896 an der Kunstakademie in Stockholm, wo er unter anderem Kurse im Fach Radierung bei Axel Tallberg besuchte. Er besuchte zugleich die Schule des Künstlervereins bei Richard Bergh.
Er lebte 1893 bis 1899 in Finnland, wo er seine Fähigkeiten in der Dekorations- und Tafelmalerei perfektionierte. 1897 hielt er sich in Nurmes in der Provinz Kuopio auf, um für die dortige Kirche ein Altarbild anzufertigen, das eine Kopie von Jonas Hofmanns (1731–1786) Jesus in Gethsemane aus dem 18. Jahrhundert darstellte. Dort lernte er auch seine zukünftige Frau kennen. Er hielt sich danach zu Studienzwecken in England auf.
Nach seiner Rückkehr fertigte Månsson zunächst Staffeleibilder, Figuren- und Landschaftsgemälde. Er wandte sich jedoch nach seiner Heirat ganz der Dekorationsmalerei zu und war zwei Jahrzehnte lang in Stockholm tätig und eröffnete eine eigene Werkstatt in der Bellmansgatan, wo er auch bis 1912 wohnte, bevor er in seine Villa in Saltsjöbaden zog, die von seinem Freund dem Architekten Erik Hahr entworfen worden war und von dem er auch zahlreiche Aufträge erhielt. Ab 1912 hatte er ein Atelier in der Svartmangatan sowie eine Werkstatt und ein Büro am Tyska stallplan. Stilistisch belebte er alte Traditionen neu, griff beispielsweise auf Methoden der Kalkmalerei und ältere Arten der Holzbearbeitung zurück, schuf aber auch eigene neue Ausdrucksformen und entwickelte so seinen persönlichen Stil. Dabei verband er seine fantasievolle Erfindungsgabe mit handwerklichem Können. In seinen dekorativen Wandmalereien arbeitete er überwiegend mit Linien und Formen in verschiedenen Farben und Elementen alter Kirchendekoration, ähnlich der alten schwedische Kalkmalerei oder orientalischen, arabeskenartigen Mustern, wobei er gänzlich auf figürliche Darstellungen verzichtete.
Für das Stockholmer Rathaus gestaltete er unter anderem den Hochzeitssaal, nachdem der Vorschlag von Isaac Grünewald für die Ausmalung abgelehnt worden war. In wenigen späteren Werken finden sich auch Tierfiguren. 1924 wurde Månsson Direktor der Konstakademie. Månsson betrieb eine gut besuchte Malerschule in Stockholm.
Er war seit dem 2. Januar 1900 mit der Krankenschwester Ida Ulrika (geborene Wallin oder Walin; 19. Juni 1866 – 2. März 1933) verheiratet, mit der er mindestens eine Tochter Hella Månsson hatte.Brita Linde: K Filip Månsson. In: Svenskt biografiskt lexikon. Band 26: Munck af Rosenschöld–Nilsson. 1989, S. 190 (schwedisch, sok.riksarkivet.se).
Werke (Auswahl) Landschaften/Porträts 1897 Jyväskylä Dottern Hella som barn
Wand und Deckenmalereien Rathaus in Boräs (Gemälde) Tinghaus (Gerichtsgebäude) in Nyköping 1910–1911: Alsike-Kirche in Uppland (Altar, Bänke und Chor) Haus der Skänebank in Karlshamn und in Rydsgård in Skåne Haus des Konsistoriums in Västeräs Kirche in Sundbyberg Engelbrechtskirche in Stockholm 1914: Kungsholmkirche in Stockholm 1918: Kirche in Vika Rathaus in Stockholm (Brautzimmer) Kino Palladium in Stockholm (567 Kassettenscheiben) Innendekoration für Privathäuser in Stockholm, Djursholm, Västerås und anderen Orten
Literatur
Månsson, Karl Filip. In: Svenska män och kvinnor : biografisk uppslagsbok. Band 5: Lindorm–O. Albert Bonniers förlag, Stockholm 1949, S. 370 (schwedisch, runeberg.org).
Brita Linde: K Filip Månsson. In: Svenskt biografiskt lexikon. Band 26: Munck af Rosenschöld–Nilsson. 1989, S. 190 (schwedisch, sok.riksarkivet.se).
Weblinks
Einzelnachweise
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