Pāvils Būcens (auch: Pauls Būcens, * in Riga; † 10. März 1942 in der Sowjetunion) war ein lettischer Fußballspieler.

Karriere und Leben Pāvils Būcens wurde in Riga als Sohn des Beamten Teodors Būcens (1869–?) und seiner Ehefrau Vera (geb. Smirnova) geboren. Von 1914 bis 1919 lebte er während des Ersten Weltkriegs und nach seiner Evakuierung in Nowgorod. Im Jahr 1925 schloss Būcens das Russische Stadtgymnasium in Riga ab. Von 1925 bis 1934 studierte Būcens an der Universität Lettlands an der Fakultät für Volkswirtschaft und Rechtswissenschaften und schloss das Studium erfolgreich als Magister der Rechtswissenschaften ab. Anschließend arbeitete Būcens als Untersuchungsrichter am Bezirksgericht in Daugavpils. Er war Mitglied der weltweit einzigen russischen Studentenverbindung Fraternitas Arctica.

Im Dezember 1940 wurde Būcens von den sowjetischen Tschekisten in Krustpils verhaftet. Ihm wurde vorgeworfen, Redakteur der monarchistischen Zeitung „Slovo“, Sekretär des Erzbischofs Jānis Pommers sowie im Besitz von Literatur der Weißen Garde gewesen zu sein. Er wurde 1942 als Opfer von Repressionen im Alter von 37 Jahren in der Sowjetunion ermordet.

Fußball Pāvils Būcens spielte in der ersten Hälfte der 1920er Jahre Fußball. Zunächst spielte er für JKS Riga, dem lettischen Ableger des Christlichen Vereins Junger Menschen. Danach drei Jahre für LSB Riga (Lettischer Sportverein Riga) und zwei für Union Riga.

Weblinks Lebenslauf bei kazhe.lv (lettisch) Lebenslauf bei timenote.info (lettisch)

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