Das Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (bufaS e.V.) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Beratungsstellen, die individuelle Beratungs- und Hilfsangebote für Menschen in der Prostitution anbieten.
Derzeit (2026) sind bundesweit 41 Fachberatungsstellen im bufaS e. V. organisiert.
Geschichte und Tätigkeit Hervorgegangen ist das bufaS.e.V aus der „Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Recht/Prostitution“, in der sich Ende der 1990er-Jahre Beratungsstellen und Sexarbeitende zusammenschlossen mit dem Ziel, über die Situation von Sexarbeitenden und ihre Forderungen zu informieren. Aus dem Zusammenschluss heraus gründete sich das bufaS e.V.
Ziel des bufaS e.V. ist die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen in der Prostitution sowie deren Entstigmatisierung und Gleichstellung mit anderen Erwerbstätigen und die Einführung von Qualitätsstandards für Fachberatungsstellen für die Prostitution. Außerdem versucht das bufaS e.V. durch Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie politische Stellungnahmen in Bezug auf diese Zielsetzung politischen und gesellschaftlichen Einfluss auszuüben.
Das bufaS e.V. war in der Debatte im Deutschen Bundestag zur Forderung der CDU/CSU-Fraktion nach der Einführung des Nordischen Modells für Prostitution auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen als Sachverständigenorganisation geladen.bufas e.V.: Angeforderte Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 23. September 2024 zu dem Antrag der Fraktion der CDU/CSU „Menschenunwürdige Zustände in der Prostitution beenden – Sexkauf bestrafen“ BT-Drs. 20/10384 Stefanie Kohlmorgen, Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (bufaS) e. V., abgerufen am 4. August 2026.
Positionen Das bufaS e.V. lehnt die Kriminalisierung von Sexarbeit ab und spricht sich gegen das Sexkaufverbot des „Nordischen Modells“ aus, da die Arbeitsbedingungen von Sexarbeitenden dadurch erheblich erschwert sowie die Gefahr ihrer Ausbeutung angesichts der Verschiebung in die Illegalität erhöht werde. Die im bufaS vertretenen Organisationen fordern die Möglichkeit zur selbstbestimmten Sexarbeit und kritisierten unter anderem das Prostituiertenschutzgesetz als „am namentlichen Ziel vorbeiführend“.
Weblinks Homepage des bufaS e.V.
Einzelnachweise
Kategorie:Verein (Deutschland) Kategorie:Prostitution (Deutschland)