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] Tangouchemane (auch: Tangoucheman, Tangouchemane I, Tangouchoumane, Tangouchmane, Tangourchemane, Tangoushamane, Tangoushmane) ist ein Dorf in der Landgemeinde Inatès in Niger.

Geographie Das von einem traditionellen Ortsvorsteher () geleitete Dorf befindet sich rund 35 Kilometer südwestlich des Hauptorts Inatès der gleichnamigen Landgemeinde, die zum Departement Ayérou in der Region Tillabéri gehört. Zu den Siedlungen in der näheren Umgebung von Tangouchemane zählen Tabatoul im Nordwesten, Haguaye Peul und Teleguene im Nordosten, Ikakane im Osten, Tintidangawene und Tidikit im Südosten sowie Amanas und Tigazaratène im Südwesten.

Tangouchemane ist Teil der Übergangszone zwischen Sahara und Sahel. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt hier zwischen 200 und 300 mm.

Geschichte Eine Diphtherie-Epidemie im Sommer 2013 forderte unter der nomadischen Bevölkerung, die rund um Tangouchemane lebte, über ein Dutzend Todesopfer. Laut einem UNHCR-Bericht vom Sommer 2018 war es im Dorf aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage in der Grenzregion zu Mali zu Vertreibungen gekommen. Im Rahmen eines vom Außenministerium Frankreichs finanzierten Programms zur Stabilisierung des Nordens der Region Tillabéri, das von April 2019 bis März 2020 dauerte, wurde ein System zur Trinkwasserversorgung im Ort saniert. Eine 2025 durchgeführte Untersuchung der nigrischen Regierung mit Unterstützung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen stufte Tangouchemane als einen der 1285 Orte in Niger ein, die in Hinblick auf die Ernährungssicherheit äußerst verwundbar waren.

Bevölkerung Bei der Volkszählung 2012 hatte Tangouchemane 299 Einwohner, die in 39 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 368 in 56 Haushalten und bei der Volkszählung 1988 belief sich die Einwohnerzahl auf 626 in 83 Haushalten.

Wirtschaft und Infrastruktur Im Gebiet um Tangouchemane wird Pastoralismus betrieben. Mit einem (CSI) ist ein Gesundheitszentrum im Ort vorhanden. Es gibt eine Grundschule. Das nigrische Unterrichtsministerium richtete 1996 gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen zahlreiche Schulkantinen in von Ernährungsunsicherheit betroffenen Zonen ein, darunter eine für Nomadenkinder in Tangouchemane. In der Regenzeit ist das Dorf wegen des schlechten Straßenzustands oft für mehrere Tage von der Außenwelt abgeschnitten.

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Tillabéri (Region) Kategorie:Ort in Niger Kategorie:Ort in Afrika