Anett Lütteken geb. Bathe (* 31. Juli 1966 in Celle) ist eine deutsch-schweizerische Literaturwissenschaftlerin und Bibliothekarin.

Leben Anett Lütteken studierte von 1986 bis 1991 Geschichte, Germanistik, Pädagogik und Politikwissenschaften an der TU Braunschweig. Das Studium wurde gefördert von der Friedrich-Naumann-Stiftung. Nach dem Staatsexamen wurde sie 1998 bei Jürgen StenzelProf. Jürgen Stenzel im Fach Germanistik mit einer Arbeit zur Kleist-Rezeption promoviert.Anett Lütteken: Heinrich von Kleist – eine Dichterrenaissance. (Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur, Bd. 109). Niemeyer, Tübingen 2004 Von 1991 an wirkte sie als Wiss. Mitarbeiterin zunächst an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (Moses-Mendelssohn-Ausgabe), dann an der TU Braunschweig, dann der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (wieder an der Herzog August Bibliothek, Anton Ulrich-Ausgabe). Von 2003 bis 2009 war sie Assistentin am Institut für Germanistik an der Universität Bern, dort habilitierte sie sich im Mai 2009 mit einer Arbeit zu Johann Jacob Bodmer,Lebenslange Neubegierde – Johann Jacob Bodmer und die Physiognomie der Zürcher Aufklärung, Bern 2008 danach war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bern. Seit 2011 ist sie Leiterin der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich.Zentralbibliothek Zürich Team der Zentralbibliothek Zürich

Sie übte und übt zahlreiche Funktionen aus, u. a. als Aktuarin der Schweizerischen Gesellschaft für die Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts (SGEAJ), als Fachbeirat Kultur der Gemeinde Zollikon,Fachbeirat Kultur 2022, Gemeinde Zollikon als Fachbeirat des Kleist-Museums Frankfurt/O.Fachbeirätin im Kleist Museum in Frankfurt an der Oder oder als Mitglied zahlreicher Prüfungskommissionen, zudem als Kuratorin von Ausstellungen. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts, mit besonderem Interesse an der Sozial- und Kulturgeschichte.Eintrag in der Datenbank zur internationalen Germanistik

Anett Lütteken ist mit dem Musikwissenschaftler Laurenz Lütteken verheiratet.

Publikationen Schriften (Auswahl) Heinrich von Kleist – eine Dichterrenaissance (= Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur, Bd. 109). Niemeyer, Tübingen 2004, ISBN 978-3-48435-096-0. Inhaltsverzeichnis. Lebenslange Neubegierde – Johann Jacob Bodmer und die Physiognomie der Zürcher Aufklärung. Habilitationsschrift. Bern 2008. Der Kanon der Aufklärung. Beiträge zur historischen Kanonforschung. Hrsg. von Anett Lütteken, Matthias Weishaupt und Carsten Zelle. Wallstein, Göttingen 2009, ISBN 978-3-8353-0446-8. Inhaltsverzeichnis. Johann Jakob Bodmer und Johann Jakob Breitinger im Netzwerk der europäischen Aufklärung (= Das Achtzehnte Jahrhundert. Supplementa 16). Hrsg. von Anett Lütteken und Barbara Mahlmann-Bauer. Wallstein, Göttingen 2009, ISBN 978-3-8353-0560-1.VerlagsseiteRezension von Klaus Hübner bei literaturkritik.de Inhaltsverzeichnis. Heilkunst und schöne Künste. Wechselwirkungen von Medizin, Literatur und bildender Kunst im 18. Jahrhundert. Hrsg. v. Heidi Eisenhut, Anett Lütteken und Carsten Zelle. Wallstein, Göttingen 2011. ISBN 978-3-8353-0839-8.Verlagsseite Inhaltsverzeichnis. »Ich will im eigentlichsten Verstande ein Bauer werden«. Heinrich von Kleist in der Schweiz. Eine Ausstellungsdokumentation. Hrsg. von Philipp Burkard und Anett Lütteken. Wallstein, Göttingen 2011, ISBN 978-3-8353-0896-1.VerlagsseiteRezension von Anton Philipp Knittel bei literaturkritik.de Inhaltsverzeichnis. Europa in der Schweiz. Grenzüberschreitender Kulturaustausch im 18. Jahrhundert. Hrsg. von Heidi Eisenhut, Anett Lütteken und Carsten Zelle. Wallstein, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8353-0922-7.VerlagsseiteAbstractsRezension von Iwan-Michelangelo D’Aprile bei sehepunkte.de Inhaltsverzeichnis. Kleist in der Schweiz – Kleist und die Schweiz. Hrsg. von Anett Lütteken, Carsten Zelle und Wolfgang de Bruyn. Werhahn, Hannover 2015, ISBN 978-3-86525-432-0. Inhaltsverzeichnis. »Das Literaturarchiv – Vorgeschichte eines Spätlings«. In: Archive für Literatur. Hrsg. von Petra-Maria Dallinger, Georg Hofer u. Bernhard Judex, unter Mitarbeit von Stefan Maurer. De Gruyter, Berlin 2018, ISBN 978-3-11059-196-5, S. 63–88.Literarische Hinterlassenschaften und Global Archives, Rezension von Gabriela Stöckli bei TRALALIT. Magazin für übersetzte Literatur, 15. Juli 2020 Buchillustration als Textinterpretation und Literaturkritik im 18. Jahrhundert: Spielarten, Funktionsspektrum, Transformation. In: Oxford German Studies. 51 (2022), S. 384–406.Abstracts, Oxford German Studies »Der Tugend und Wissenschaft liebenden Jugend gewiedmet«. Zürcher Neujahrsblätter und die evolutionäre Seite der Aufklärung. In: Die Bilder der Aufklärung (= Laboratorium Aufklärung, Bd. 39). Brill/Fink, Paderborn 2024, ISBN 978-3-84676-767-2, S. 133–152. PDF-Vorschau. »Nach Gozzi«. Friedrich Wilhelm Gotters Beitrag zur Lustspielrezeption auf deutschsprachigen Bühnen. In: Aufklärung und Residenz. Das intellektuelle Gotha um 1800. Hrsg. von Martin Mulsow und Dirk Sangmeister. Wallstein, Göttingen 2026, ISBN 978-3-8353-5560-6 (Print), 978-3-8353-8612-9 (eBook), S. 508–528.Rezension von Uwe Hentschel Inhaltsverzeichnis.

Vortrag »Doch ach! Mein Schifflein sinkt...« ⎼ Beobachtungen zu einigen im Freundeskreis Boehlendorffs kursierenden Gedichten. Soundcloud 2025.

Interview »Letztlich sind wir doch alle Europäer« Anett Lütteken über Religion und Glaube bei Theodor Fontane. Domradio.de, 3. August 2019.

Weblinks

Anett Lütteken in Germanistenverzeichnis, Datenbank zur internationalen Germanistik Beiträge von Anett Lütteken beim Schweizer Monat Anett Lütteken am Institut für Germanistik der Universität Bern

Einzelnachweise

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