Natalie Mesensky (* 14. Dezember 1964 in Wien; zeitweise auch Natalie Tuzar und Natalie Tuzar-Mesensky) ist eine österreichische Schriftstellerin und Prähistorikerin. Sie veröffentlicht vor allem Kriminalromane, in denen sie archäologische, historische und kunstgeschichtliche Themen verarbeitet.

Leben Mesensky besuchte eine Klosterschule und begann nach der Matura 1983 ein Studium der Biologie an der Universität Wien. Im Jahr 1988 gehörte sie zu dem archäologischen Grabungsteam, das am Galgenberg bei Stratzing in Niederösterreich die als „Fanny“ bekannt gewordene Venus vom Galgenberg entdeckte. Anschließend wechselte sie zum Studium der Ur- und Frühgeschichte. Sie war im Arbeitskreis für Experimentelle Archäologie der Österreichischen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte tätig. Gemeinsam mit anderen Archäologen beschäftigte sie sich insbesondere mit der Rekonstruktion ur- und frühgeschichtlicher Töpferöfen und mit experimentellen Untersuchungen zur Keramikherstellung. Ihre Fachbeiträge erschienen teilweise unter den Namen Natalie Tuzar und Natalie Tuzar-Mesensky. Mesensky arbeitete für Museen und auf archäologischen Ausgrabungen. Später gründete sie ein Büro für Öffentlichkeitsarbeit und wechselte anschließend in die Softwarebranche. Sie lebt in Altmünster und ist Mitglied der Schriftstellervereinigung Mörderische Schwestern.

Literarisches Werk 2015 veröffentlichte Mesensky im Gmeiner-Verlag ihren ersten Kriminalroman Im Namen der Venus. Im Mittelpunkt steht die Archäologin Anna Grass, die das österreichische Bundeskriminalamt bei der Aufklärung eines Mordfalls unterstützt. Der Roman greift Motive aus der keltischen Religion und die Entdeckung der Venus vom Galgenberg auf.

Die Figur Anna Grass ermittelt auch in dem 2016 erschienenen Roman Der Teufel im Glas. Ausgangspunkt der Handlung ist der Fund eines ermordeten Priesters in der Wiener Michaelergruft. Angeregt wurde der Roman durch eine historische Figur, den sogenannten „Teufel im Glas“, den Mesensky in einer Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien gesehen hatte. Der Roman wurde mehrfach in der Presse besprochen.

Ihr dritter Kriminalroman Alles ist lebend tot erschien 2018. Der in Tulln an der Donau spielende Roman verbindet einen Mordfall und den Diebstahl eines Gemäldes mit der Lebensgeschichte des Malers Egon Schiele.

Veröffentlichungen Romane Im Namen der Venus. Kriminalroman. Gmeiner-Verlag, Meßkirch 2015, ISBN 978-3-8392-1725-2. Der Teufel im Glas. Kriminalroman. Gmeiner-Verlag, Meßkirch 2016, ISBN 978-3-8392-1915-7. Alles ist lebend tot. Kriminalroman. Gmeiner-Verlag, Meßkirch 2018, ISBN 978-3-8392-2243-0.

Archäologische Fachpublikationen mit Hannes Herdits und Johann Reschreiter: Experimentelle Archäologie. In: Archäologie Österreichs. Band 2, Nr. 2, 1991, S. 57–60. mit Johann Reschreiter, als Natalie Tuzar: Neue Versuche zur Rekonstruktion ur- und frühgeschichtlicher Öfen. In: Archäologie Österreichs. Band 5, Nr. 2, 1994, S. 38–43. mit Johann Reschreiter, als Natalie Tuzar: Rekonstruktion eines spätkeltischen Töpferofens aus Mannersdorf an der March, Niederösterreich. In: Mamoun Fansa (Hrsg.): Experimentelle Archäologie. Bilanz 1994. Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 8, Isensee, Oldenburg 1995, S. 193–204. mit Rudolf W. Dell’Mour, als Natalie Tuzar: Der Bau eines liegenden Töpferofens auf der „Schanze“ in Thunau am Kamp, Niederösterreich. Überlegungen zu technologischen Fragen der slawischen Keramik. In: Anzeiger der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Band 135, 2000, S. 47–59.

Literatur

Weblinks Natalie Mesensky beim Gmeiner-Verlag Natalie Mesensky bei den österreichischen Krimiautorinnen und Krimiautoren

Einzelnachweise

Kategorie:Prähistoriker Kategorie:Autor Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Literatur (Österreich) Kategorie:Kriminalliteratur Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1964 Kategorie:Frau