mini|Elena Donazzan (2024) Elena Donazzan (* 22. Juni 1972 in Bassano del Grappa) ist eine italienische Politikerin (FdI). Sie ist seit 2024 Mitglied des Europäischen Parlaments.
Politik Donazzan begann ihre politische Karriere bei der Fronte della Gioventù, der Jugendorganisation des Movimento Sociale Italiano. 1995 folgte sie dem Parteivorsitzenden Gianfranco Fini beim Umbau der Partei zur Alleanza Nazionale und kandidierte für die Partei in der Provinz Vicenza.
Sie wurde im Jahr 2000 erstmals in den Regionalrat von Venetien gewählt, wo sie Teil der Kommission für Landwirtschaft und Kultur war. Bei den Wahlen 2005 wurde sie wiedergewählt. Bei den Parlamentswahlen in Italien 2006 gab sie bekannt, für die Camera dei deputati zu kandidieren, verzichtete jedoch letztendlich auf ihr Amt.
In der dritten Regierung von Giancarlo Galan war sie in Venetien Ministerin für Bildung. In den Folgejahren wurde sie für verschiedene Parteien in de Regionalrat wiedergewählt, zuerst für Il Popolo della Libertà, später für Forza Italia und 2020 für die Fratelli d’Italia. Unter Luca Zaia hatte sie verschiedene Posten als Ministerin inne.
Nachdem sie am 8. Januar 2021 in der Radiosendung La Zanzara eine faschistische Hymne sang, kam es zu einem Misstrauensantrag ihr gegenüber, welcher jedoch nicht angenommen wurde.
Bei den Europawahlen 2024 kandidierte sie auf der Liste der Fratelli d’Italia und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Sie ist dort stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie. Sie ist zudem Mitglied im Ausschuss für Sicherheit und Verteidigung, im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten und in der Delegation für die Beziehungen zu den Ländern des Mercosur.
Kontroversen
Aussagen über Israel Am 17. Juni 2025 löste Donazzan während einer Rede vor dem Europäischen Parlament eine Kontroverse aus, als sie Israels Militäroperationen im Gazastreifen nach den Angriffen vom 7. Oktober 2024 verteidigte. Donazzan erklärte, dass „Israel den Mut hat, das zu tun, wozu Europa den Mut nicht hat“, und stellte die Bombardements als legitimen Akt der Selbstverteidigung dar. Ihre Äußerungen erfolgten inmitten einer humanitären Krise, da die Zahl der Todesopfer in Gaza Berichten zufolge 56.000 überschritten hatte, darunter Tausende von Frauen und Kindern. Trotzdem behauptete Donazzan, die getöteten Kinder seien „Kinder von Terroristen, die als menschliche Schutzschilde benutzt wurden“.
.Ihre Äußerungen lösten heftige Reaktionen bei anderen Abgeordneten aus, insbesondere aus den Fraktionen der S&D und der Grünen, die ihr vorwarfen, zivile Opfer zu entmenschlichen, und angesichts angeblicher Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht eine Neubewertung der Beziehungen zwischen der EU und Israel forderten.
Einwanderung Nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo sandte sie einen Brief an die Schulen in Venetien, um ausländische Einwanderer dazu aufzufordern, sich vom islamistischen Terrorismus zu distanzieren. Um den Arbeitskräftemangel zu beheben, schlug sie die Rückkehr von in Südamerika ausgewanderten Menschen venetischer Herkunft oder deren Nachkommen vor. Sie verurteilte interreligiöse Mischehen zwischen katholischen Frauen und muslimischen Männern, die ihrer Meinung nach die Unterwanderung durch den islamistischen Terrorismus begünstigen würden. Diese Haltung löste heftige Kritik aus.
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Einzelnachweise
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