Hermann Müller (* 17. September 1942 in Dresden) ist ein deutscher Formgestalter und Kunsthandwerker.
Leben und Werk Müllers Vater war der Gebrauchsgrafiker Kurt Müller-Kluth (1894–1983). Müller absolvierte von 1949 bis 1959 die Mittelschule in Dresden-Loschwitz und von 1959 bis 1961 eine Lehre als Zimmerer. Er lebte bei seinen Eltern bis 1961 in Dresden-Wachwitz, bis 1947 im Presshaus am Wachwitzer Weinberg 2 und dann im Haus Kotschweg 12.
Von 1961 bis 1964 besuchte er die Arbeiter- und Bauernfakultät in Halle (Saale), wo er das Abitur erwarb. Von 1964 bis 1967 studierte er in der Fachrichtung Holzspielzeug der Fachschule für Spielzeug Sonneberg. Er schloss als Staatlich geprüfter Spielzeuggestalter ab. Danach arbeitete er bis 1971 in der Spielzeugindustrie als Formgestalter.
Von 1971 bis 1974 absolvierte er ein Fernstudium für Formgestaltung an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein und erwarb das Diplom als Formgestalter für Bau- und Raumgestaltung. Von 1975 bis 1982 war er Leiter der Entwicklungsstelle des Kombinats Holzspielwaren VERO Olbernhau in Kleinhartmannsdorf.
Ab 1982 arbeitete Müller in Kleinhartmannsdorf als freischaffender Holzgestalter. Von 1985 bis zu deren Auflösung 1990 gehörte er dem regionalen Kollegium Bildender Künstler Werk + Form an.
Von 1979 bis 1990 war Müller Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. 1991 gehörte er zu den Gründern der Fördergemeinschaft Kunst Loschwitz e. V. und war von 1991 bis 2004 Geschäftsführer und Designer der werkform Design GmbH.
Müller schuf insbesondere eine Vielzahl von Spiellandschaften, Spielräumen und Spielwänden, die sich außer in Deutschland unter anderem auch in Chomutov und Wangerooge befinden. In der Neuen Sächsischen Galerie in Chemnitz sind von Müller designte Spielwände installiert.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Spielzeuggestalterin Brigitte Müller (* 1943), hatte er in der Zeit der DDR und danach mehrere Ausstellungen, unter anderem 1994 in Brüssel.
Werkbeispiel Puppenstuben-Baukasten (1980; Buche)
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR 1982/1983: Dresden, IX. Kunstausstellung der DDR 1984: Rochsburg, Museum Schloss Rochsburg („form“) 1985: Karl-Marx-Stadt, Bezirkskunstausstellung
Literatur Künstler am Dresdner Elbhang. Zweiter Band. Elbhang-Verlag, Dresden, 2007, S. 311 Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 630
Weblinks Porträt der Familie des Grafikers Kurt Müller-Kluth – Deutsche Digitale Bibliothek
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