Das 38. Flugabwehrraketenregiment benannt nach Generaloberst Jurij Tjutjunnyk (Militäreinheit Nr. A3880; , 38 ЗРП, в/ч: A3880) ist ein Flugabwehrverband des ukrainischen Heeres. Das Regiment ist bekannt dafür zahlreiche Shahed-Typ-Drohnen mit MANPADS und Abfangdrohnen, wie Sting, zu zerstören.
Geschichte Im August 2016 wurde die 2. Flugabwehrraketendywision des 1039. Flugabwehrraketenregiments in die Oblast Cherson verlegt, wo sie zum neuen 38. Flugabwehrraketenregiment erweitert wurde. Die Aufstellung des Regiments wurde am 10. September 2016 abgeschlossen, und es wurde in Tschornomorske stationiert. Im Januar 2017 führte das Regiment eine Übung zusammen mit den Raketen- und Artilleriekräften in der Südukraine durch. Es übte den Schutz von Artillerieeinheiten und die Aufklärung mit Unbemannten Luftfahrzeugen. Später im Jahr 2017 wurde die Einheit in die ATO-Zone verlegt.
Am 23. August 2021 wurde dem Verband der Ehrenname benannt nach Generaloberst Jurij Tjutjunnyk von Präsident Wolodymyr Selenskyj verliehen.
Am 12. Januar 2022 kehrte das Regiment nach einem sechsmonatigen Kriegseinsatz nach Tschornomorske zurück.
Vollinvasion 2022 Direkt nach Ausbruch des vollumfänglichen russischen Krieges war das Regiment wieder in Kampfhandlungen verwickelt. Ende April schoss es einen russischen Hubschrauber ab. Am 17. August 2022 gerieten drei Soldaten des Verbands bei einem Einsatz zum Schutz des Luftraums in der Nähe von Krasniwka unter russischen Raketenbeschuss und wurden getötet. Allen dreien wurde posthum der Orden für Tapferkeit 3. Klasse verliehen.
Im August 2023 wurde ein containerbasierter mobiler Reifenmontagekomplex per Crowdfunding finanziert und dem Regiment gespendet, um die Reparatur beschädigter Ausrüstung vor Ort zu ermöglichen.
Am 11. April 2024 wurde ein Video veröffentlicht, das die Zerstörung einer Shahed-Typ-Drohne mit einer Stinger-Rakete durch ein Mobile Fire Team des Regiments zeigt. Das Regiment zählt zu den besten Einheiten im regelmäßigen Abschuss russischer Shahed-Drohnen und setzt dabei die amerikanische FIM-92 Stinger, die türkischen schweren Maschinengewehre Canik M2 QCB und die sowjetische 9K38 Igla ein. Im September 2024 wurde es, im Rahmen des Dronopad-Programms, mit Kmaikaze-Abfangdrohnen ausgerüstet, welche es ebenfalls erfolgreich einsetzt.
Am 30. September 2024 wurde dem Regiment die Ehrenauszeichnung Für Mut und Tapferkeit von Präsident Selenskyj verliehen. Das Band zur Fahne wurde ihm dann am 6. Dezember, dem Tag der Streitkräfte, zeremoniell überreicht.
Im Frühjahr 2025 erhielt der Verband zwei Batterien von auf Anhängern montierte Crotale NG-Luftverteidigungssysteme aus Frankreich.
Ausrüstung TypBildHerkunftFunktionAnzahlAnmerkungFlugabwehrraketenCrotale160pxBekämpfung von Luftzielen im Nahbereich49K33 Osa160pxBekämpfung von Luftzielen im Nahbereich?SU-23-2160pxAuf LKW montierte Flugabwehrkanone?
Kommandeure Oberst Ihor Sawenkow (2016–2020) Oberst Roman Schywottschenko (seit 2020)
Einzelschicksale Feldwebel Walerij Mospan, gefallen am 28. Januar 2018 bei Wolnowacha. Artem Kostenko, gefallen am 26. Februar 2022 während der Schlacht um Charkiw. Soldat Bohun Maksym, gefallen am 5. Mai während eines Abwehrkampfes gegen einen russischen Raketenangriff auf Awanhard. Leutnant Danil Dobrow, während desselben Raketenbeschusses tödlich verwundet. Ihm wurde Posthum der Orden für Tapferkeit 3. Klasse verliehen. Dmytro Solowjow, Mykola Martschenko und Oleh Umaljonow, die drei Soldaten die am 17. August 2022 bei einem Raketenbenangriff gefallen sind. Allen wurde posthum der Orden für Tapferkeit 3. Klasse verliehen. Ihor Krywonossow, am 27. August 2023 im Krankenhaus an erlittenen Verwundungen gestorben. Wiktor Storoschuk, gefallen am 27. Dezember 2023 in der Oblast Cherson.
Siehe auch 16. Heeresfliegerbrigade 540. Flugabwehrraketenbrigade 96. Flugabwehrraketenbrigade
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Einzelnachweise
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