mini|hochkant|Georg Hellmann vor 1941 Georg Helland (* 25. Juli 1905 in Stavanger, Rogaland; † 29. Dezember 1941 auf dem Militärgelände Flatnermoen in Nannestad) war ein norwegischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Er lebte in Stavanger, sein Einsatzgebiet war das Rogaland und der Westen Norwegens.Lettere di condannati, Seite 455–457, siehe Literatur.

Familie und Beruf Er war der Sohn der Eheleute Ludvig Larsen Helland (* 1874) und Anna Mathilde, geborene Evensen (* 1870).Informationen auf der Website „Unsere Gefallen“, vg.no. Der unverheiratete Helland war Zollbeamter im Hafen von Stavanger und nahm bis zur Kapitulation Norwegens am Krieg teil. Er hatte eine Schwester, Conny, an die er kurz vor seinem Tod seinen Abschiedsbrief schrieb.

Widerstand Unmittelbar nach der Kapitulation der norwegischen Armee am 10. Juni 1940 ging er in den Untergrund und gründete und leitete zusammen mit Carl Johan OftedahlInformationen auf fanger.no. Kundschaftergruppen, die im Küstenstreifen zwischen Bergen und Kristiansand Informationen über deutsche Militäranlagen und Truppenbewegungen sammelten und per Funk nach Großbritannien übermittelten. Die Oftedahl-Gruppe beschäftigte sich mit den Militärflughäfen in Sola und Forus, heute Flughafen Stavanger, die Helland-Gruppe spionierte im Hafen von Stavanger die deutschen Schiffe aus.Informationen, begleitend zum Grab 18 in Ullensaker, siehe Weblinks, Gedenkseite.

Verhaftung, Prozess und Hinrichtung Der deutschen Sicherheitspolizei gelang es, die Widerstandsgruppe zu infiltrieren und elf Männer zu verhaften, darunter auch Helland, der am 4. August 1941 in Stavanger verhaftet wurde. Zuerst inhaftiert in Stavanger, kam er am 4. Oktober 1941 in die Haftanstalt Oslo, Åkebergveien. Er wurde wegen Spionage angeklagt; am 4. Dezember 1941 verurteilte ihn das deutsche Reichskriegsgericht wegen Spionage zum Tode, am 29. Dezember 1941 führte ein Erschießungskommando auf dem Militärgelände Flatnermoen das Urteil gegen ihn und zehn Kameraden aus. Nach dem Krieg wurde er im nahegelegenen Trandumer Wald, Trandumskogen, in Ullensacker in einem Massengrab gefunden und exhumiert. Er fand auf dem Friedhof in Eiganes, heute Stadtteil von Stavanger, seine letzte Ruhe.

Gedenken Gedenkwand mit seinem Namen unter der Überschrift: Grav 18, Flatnermoen, 29. desember 1941, auf der Beerdigungsstelle im Trandumer Wald in Ullensaker. Die gesamte Anlage ist heute ein norwegisches Nationaldenkmal, Gedenkveranstaltungen finden statt am norwegischen Nationalfeiertag, 17. Mai. Brief an seine Schwester, geschrieben am Tag seiner Exekution: „Liebe Conny, wenn du diese Zeilen liest, bin ich zu Gott gegangen. Könnte ich dir helfen, wenn ich dir erzähle, wie friedlich mir zumute ist, nun, da die Entscheidung vorliegt ... Willst du versuchen, meinen letzten Wunsch zu erfüllen? Denk an mich als an einen lieben Bruder, den du dereinst wiedersehen wirst ... Ich habe keine Zeit, an alle zu schreiben. Du wirst sie gern von mir grüßen. So wünsche ich dir Gottes Frieden, bis wir uns wiedersehen.“

Literatur Lettere di condannati, Turin 1954, übersetzt: Und die Flamme soll euch nicht verbrennen, Letzte Briefe europäischer Widerstandskämpfer, Berlin-Ost 1956, Seite 451–453: Sigurd Johannesen, Seite 447–451: Überblick über den norwegischen Widerstand mit weiteren Quellenangaben.

Siehe auch Borgen Bøe, arbeitete mit Helland zusammen.

Weblinks Datenblatt, Kurzinformationen zu Leben, Haft und Hinrichtung auf fanger.no. Gedenkseite, Ullensaker Museum, Informationen zum Widerstand und zu den Mitgliedern der Gruppe Helland-Oftedahl auf mia.no und auf fanger.no. Gefangenenverzeichnis, Informationen zu den Widerstandsgruppen auf fanger.no.

Einzelnachweise

Kategorie:Person (norwegischer Widerstand 1940–1945) Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer) Kategorie:Norweger Kategorie:Geboren 1905 Kategorie:Gestorben 1941 Kategorie:Mann