mini|Mélanie Disdier (2024) Mélanie Disdier (* 27. Januar 1974 in Cambrai) ist eine französische Politikerin (RN). Sie ist seit 2024 Mitglied des Europäischen Parlaments, als Teil der Fraktion Patrioten für Europa.

Leben Disdier wurde als Tochter des Front-National-Politikers Jacques Disdier, welcher als Regionalrat aktiv war, in Cambrai geboren. Beruflich war sie als Händlerin tätig.

Politik Nachdem ihr Vater von seinem Amt als Munizipalrat von Caudry zurückgetreten war, übernahm Disdier den Posten. Bei den Regionalratswahlen 2004 wurde sie in den Regionalrat der Region Nord-Pas-de-Calais gewählt.

Sie trat bei den Parlamentswahlen 2007 im Wahlkreis Nord XVIII an, verlor jedoch in der ersten Wahlrunde gegen Brigitte Douay und François-Xavier Villain. Sie war kurz darauf eine Zeit lang Mitglied des Parti de la France, wurde jedoch 2010 wieder Teil des Front National.

2015 holte sie bei den Wahlen einen Sitz im Regionalrat der Hauts-de-France, welchen sie 2021 verteidigen konnte. Bei der Parlamentswahl 2017 schied sie erneut in der ersten Runde aus. Bei der Parlamentswahl 2022 holte sie in der ersten Wahlrunde die meisten Stimmen, verlor jedoch letztendlich knapp gegen Guy Bricout.

Bei den Europawahlen 2024 kandidierte sie auf dem sechsten Listenplatz des Rassemblement National und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Sie trat daraufhin aus dem Regionalrat zurück. Im EU-Parlament gehört sie dem Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten sowie der Delegation für die Beziehungen zu den Maschrik-Ländern an.

Im Januar 2026 enthüllte das Online-Medium „Les Jours“, dass Mélanie Disdier und fünf weitere Abgeordnete des RN einer rassistischen und antisemitischen Facebook-Gruppe angehörten.

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Einzelnachweise

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