Juri Aissowitsch Napso (; * 17. April 1973 in Tuapse, Region Krasnodar, RSFSR, UdSSR) ist ein russischer Politiker und ehemaliger Duma-Abgeordneter von der Fraktion LDPR.

Biographie Im Jahr 2000 schloss Napso ein Hochschulstudium in Rechtswissenschaften und Geschichte an der Staatlichen Universität Adygeja ab. 2007 erlangte er den akademischen Grad in Wirtschaftswissenschaften. 2010 absolvierte er eine berufliche Umschulung im Bereich „Staatliche und kommunale Verwaltung“ an der Russischen Akademie für Staatsdienst.

Bei den Parlamentswahlen 2007 zog Napso als Abgeordneter der Fraktion LDPR in die Staatsduma ein. Bis dahin arbeitete er als Assistent eines LDPR-Abgeordneten in der Duma. Parallel war er auch unternehmerisch tätig. Bei den darauffolgenden Duma-Wahlen wurde Napso immer wiedergewählt. Allerdings nahm er nur selten an den Sitzungen teil.

Am 3. April 2025 entzog die Staatsduma Napso vorzeitig sein Mandat wegen wiederholter Abwesenheit von den Sitzungen.

Am 24. September 2025 leiteten die russischen Behörden ein Strafverfahren gegen Napso wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung seiner 19-jährigen Mitarbeiterin ein. Den Ermittlungen zufolge ereignete sich die Tat im März 2023. Nur ein Monat später verließ er Russland über Belarus. Der ehemalige Abgeordnete wurde landesweit zur Fahndung ausgeschrieben.

Aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist Napso seit Februar 2022 international, unter anderem von der EU, sanktioniert.

Einzelnachweise

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