mini|Katholische Christ-König-Kirche in Marl-Sickingmühle Die Christ-König-Kirche in Sickingmühle nordwestlich von Dortmund in Nordrhein-Westfalen ist eine römisch-katholische Filialkirche der Großpfarrei St. Franziskus (Marl). Sie steht unter dem Patrozinium Jesu Christi, des Königs, und gehört zum Kreisdekanat Recklinghausen im Bistum Münster. Das Gotteshaus im Stil der Moderne ist eine Saalkirche und hat ca. 230 Sitzplätze.

Geschichte Für die neue Schachtanlage „Auguste Viktoria III“ entstanden nach dem Ersten Weltkrieg in der Bauerschaft Sickingmühle umfangreiche Siedlungen für Bergarbeiterfamilien. Weil der Weg zur nächstgelegenen Pfarrei besonders für Ältere, Kranke und Kinder viel zu weit und beschwerlich war, wünschten sich die Katholiken in Sickingmühle ein eigenes Gotteshaus. Die in Eigenverantwortung errichtete erste Kirche wurde vom Weihbischof von Münster 1926 nachträglich genehmigt.

Nach der Abtrennung des 1927 eingerichteten Seelsorgebezirks Sickingmühle von Heilig Kreuz (Hamm-Bossendorf) erfolgte 1938 die Errichtung des Pfarrrektorats. Unter Einbeziehung eines Teilgebiets von St. Georg (Marl) wurde Sickingmühle 1954 zur eigenständigen Pfarrei Christ König erhoben.

Baubeschreibung Nach den Plänen des Architekten G. Genius (Marl) entstand 1926 in Sickingmühle das ursprüngliche Gotteshaus, das nach dem Konzept von B. Heinz (Münster) 1960–61 vollständig umgestaltet wurde.

Die aktuelle Christ-König-Kirche ist ein Saalbau mit einer Flachdecke unter einem Satteldach mit einem Dachreiter. Der Chor als integrierte Altarinsel liegt im Osten. Der freistehende Glockenträger im Osten ist ein filigraner Metallmast. Die Sakristei im Nordosten hat ein Schleppdach. Das Gotteshaus besitzt Betonpfeiler und Rauputzflächen sowie Dächer aus roten Dachziegeln.

Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das Pfarrhaus von 1929, das 1963 eröffnete und 1971 sowie 1987 umgestaltete Pfarrheim und der Kindergarten von 1967.

Strukturentwicklungen 2003 wurden die Gotteshäuser Christ König (Marl-Sickingmühle), St. Barbara (Marl-Hamm) und die 2006 profanierte Kirche St. Konrad (Drewer) zur neuen Gemeinde St. Franziskus (Marl) zusammengeschlossen. Am 2. Dezember 2007 erfolgte die Zusammenlegung der Pfarreien Herz Jesu (Hüls), Liebfrauen (Sinsen) und St. Marien (Lenkerbeck), die dabei die Pfarrkirche wurde.

Durch Fusion der Gemeinden St. Franziskus (Marl) und St. Marien (Lenkerbeck) zu Pfingsten 2016 entstand die neue Großpfarrei St. Franziskus mit der Hauptkirche St. Marien.

Am 1. Januar 2024 schlossen sich im Kreisdekanat Recklinghausen die Pfarreien St. Franziskus (Marl), Heilige Edith Stein (Marl) und St. Sixtus (Haltern am See) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Haltern-Marl“.

Glocken Im freistehenden Metallmast vom Gotteshaus Christ König hängen die folgenden zwei Kirchenglocken aus Bronze.

Glocke 1: Schlagton: es‘‘; Ø 63 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1978 Glocke 2: Schlagton: f‘‘; Ø 56 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1978.

Orgel Für die Christ-König-Kirche in Sickingmühle baute die Firma Franz Breil (Dorsten) 1978 eine Pfeifenorgel mit 13 Registern und mechanischen Spiel- und Registertrakturen.

Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Hrsg.: Werner Thissen. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab und Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.

Weblinks

Website der Christ-König-Kirche (Sickingmühle) Website vom Kreisdekanat Recklinghausen

Einzelnachweise

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