mini|Kirche Markröhlitz Die evangelische Kirche Markröhlitz ist eine frühbarocke Saalkirche mit älterem Turmrest im Ortsteil Markröhlitz von Goseck im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Pfarrbereich Goseck im Kirchenkreis Saale-Unstrut der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Geschichte und Architektur Die rechteckige Saalkirche aus dem Jahr 1694 wurde unter Verwendung eines älteren Westturms erbaut. Die Datierung des Kirchenschiffs ist in einer von Engeln gehaltenen Inschriftkartusche über der nördlichen Tür angegeben. Vom Kirchturm ist nach Abnahme der oberen Teile in den Jahren um 1970 nur das untere Geschoss erhalten. Die Kirche befand sich über längere Zeit hinweg in einem stark vernachlässigten Zustand. Seit 2021 bemüht sich ein Förderverein um eine Sicherung und Wiederherstellung des Bauwerks.Information im Gemeindebrief Oktober/November 2023 (PDF). In: region-saale-unstrut.de. Eine Besichtigung des Bauwerks ist in der Regel nicht möglich.
Im Inneren wird das Bauwerk von einem segmentbogigen hölzernen Tonnengewölbe mit Resten einer architektonischen Gliederung abgeschlossen; von den ursprünglich vorhandenen figürlichen Szenen ist nichts erhalten. Eine schlichte dreiseitige barocke Holzempore umgibt den Raum; das Gestühl und die ebenerdige Herrschaftsloge sind in klassizistisch-neugotischen Formen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gestaltet.
Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 15359 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt eingetragen.
Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein beschädigter, reich verzierter Kanzelaltar aus dem Jahr 1690; der Kanzelkorb ist von ionischen Säulen und Pilastern gerahmt, das Abendmahlsbild in der Predella fehlt. Der achteckige Taufstein im Stil der Renaissance ist auf das Jahr 1599 datiert und stammt vom Meister K. H., der auch den Taufstein in der Kirche St. Marien in Freyburg schuf; das Werk ist mit Rollwerkkartuschen, Beschlagwerkornamentik, Blumengehängen und Engelsköpfen verziert und zeigt am Schaft vier tanzende Putti.
Ein aufwändiges Renaissanceepitaph erinnert an Friedrich von Burckersroda und seine Frau; es ist datiert auf das Jahr 1576 und bezeichnet mit H. K.; die Verstorbenen sind in Muschelnischen kniend dargestellt, im Rundgiebel befindet sich das Relief der Taufe Christi. Im Turm hängt eine Bronzeglocke aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, mit Ritzzeichnungen und den Darstellungen der Kreuzigung und des Noli me tangere.
Die Orgel ist ein Werk von Oskar Ladegast aus dem Jahr 1911, das durch Restaurierung im Jahr 2023 wieder in spielbaren Zustand gebracht wurde.
Literatur
Weblinks
Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
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