Stephan J. Möller (* 5. März 1954 in Zwickau) ist ein deutscher Bildhauer
Leben und Werk Stephan Joachim Möller absolvierte von 1971 bis 1973 eine Ausbildung zum Fernmeldebau-Monteur mit Abitur und leistete danach Wehrdienst bei der NVA. Von 1975 bis 1980 studierte er bei Max Görner, Lutz Holland, Siegfried Krepp, Wulf Sailer und Karl-Heinz Schamal an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seitdem arbeitet er in Kremmen-Hohenbruch als freischaffender Bildhauer, wobei er bis 1983 einen Fördervertrag hatte. 1984 erhielt er einen Förderpreis des Ministeriums für Kultur und des Zentralrats der FDJ. Möller war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.easydb.archive Er hatte in der Zeit der DDR im In- und Ausland eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. 1982/1983 und 1987/1988 an der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden, 1987/1988 in Bonn, München und Mannheim bei „Bildhauerkunst aus der Deutschen Demokratischen Republik“ und 1989 in Fellbach bei „Kleinplastik in der DDR“.
Nachdem im Mittelpunkt seines Schaffens die Gestaltung der menschlichen Figur gestanden hatte, fand Möller in den 1990er Jahren zu stärker abstrahierten Ausdrucksformen. Er arbeitet mit Bronze, Stahl, Stein und Holz und anderen Materialien. Er „probiert immer neue Varianten aus, um unterschiedliche Materialien miteinander in Beziehung treten zu lassen. Bei seinen Wandreliefs dominiert das Thema der Verhüllung bei gleichzeitiger Offenbarung der sich darunter verbergenden Materialität. Am Anfang des gestalterischen Prozesses steht in der Vorstellung Möllers stets die menschliche Figur. Sie bildet das eigentliche Thema und die Hauptantriebsfeder seines bildhauerischen Interesses.“
Werkbeispiele
Sitzender Torso (1980; Bronze/Holz, Höhe 73 cm; auf der IX. Kunstausstellung der DDR) Mein Name sei Gantenbein (1980; Bronze/Edelstahl, Höhe 43 cm)Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 6/1983, nach S. 296 Kleine Sitzende (1981; Bronze, bemalt, Höhe: 32 cm) Sitzender weiblicher Akt (1985/1986; Bronze, Höhe 70 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR) Christian Fürchtegott Gellert (1985/1986; Büste auf Stele, Bronze, Gesamthöhe: 172 cm; Gellertmuseum Hainchen)Vollplastik :: Gellert-Museum Hainichen :: museum-digital:sachsen Venus (1986; Sandstein; Chemnitz, Skulpturengarten der Volksbank Chemnitz, Ecke Innere Klosterstraße/Theaterstraße; Eigentum der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz) Gedenkstein am sowjetische Speziallager Nr. 7 (1992; an ein Kreuz erinnernder Naturstein; Weesow) Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus (1992; Stahl, 90 × 70 cm; Entwurf mit dem Typografen Peter Brirmele; Nationale Nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen)Rainer Marbach, Volker Weiß (Hrsg.): Konformitäten und Konfrontationen. Homosexuelle in der DDR. Edition Waldschlösschen 14, S. 121/122
Einzelausstellungen seit der deutschen Wiedervereinigung (unvollständig)
2005: Potsdam, Agrar- und Umweltministerium („Figur-Kubus-Fläche“) 2008: Potsdam, Galerie Ruhnke (Wandreliefs; mit Michael Hischer und Gil Schlesinger)
Literatur
Barbara Barsch: Stephan Möller. In: Bildende Kunst, Berlin, 1983, S. 293 Möller, Stephan J. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 613
Weblink
Stephan J. Möller — Künstler · galerie.de
Einzelnachweise
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