Frédéric Soguel (* 6. Mai 1841 in Cortaillod; † 21. November 1903 in Neuenburg; heimatberechtigt in Cernier) war ein Schweizer Politiker, Notar und Richter.
Soguel war der Sohn des Lehrers Abram-Henri Soguel und Cousin des Henri Morel. Von 1853 bis 1860 war er Angestellter in einer Neuenburger Anwaltskanzlei und absolvierte ein Praktikum in Genf. 1865 machte er das Notariatsexamen. Eröffnung einer eigenen Kanzlei in Cernier, die er bis 1897 leitete. Von 1867 bis 1877 war er Gerichtsschreiber und von 1883 bis 1897 Friedensrichter des Val-de-Ruz. Von 1888 bis 1891 war Soguel radikaler Präsident des Gemeinderats (Exekutive) und von 1891 bis 1897 des Generalrats (Legislative) von Cernier. Von 1871 bis 1897 war er Neuenburger Grossrat, von 1897 bis 1903 Staatsrat (Baudepartement), von 1875 bis 1876 Ständerat und von 1902 bis 1903 Nationalrat. 1873 gründete Soguel die Zeitung Le Réveil, aus der 1888 Le Neuchâtelois hervorging. 1886 rief er die kantonale Landwirtschaftsschule ins Leben. Er setzte sich für den Ausbau des Bahnnetzes ein und vertrat den Kanton Neuenburg im Verwaltungsrat der Jura-Simplon-Bahn. Er kämpfte für die Einführung des Proporzwahlverfahrens in seinem Kanton.
Soguel war heiratet mit Lina Cosandier.
Weblinks
Frédéric Soguel. In: Archiv für Agrargeschichte.
Einzelnachweise
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