|} Die Ziegeleibahnen im Ooijpolder waren mehrere nicht miteinander verbundene Feldbahnen mit Spurweiten von 600, 700 und 900 mm bei Klaverland, Kekerdom, Erlecom, Ooij, Groenlanden und Vlietberg an der Waal in der niederländischen Gemeinde Berg en Dal.
Geschichte Bereits die Römer der Zehnten Legion, die ihr Lager am Kopsehof in Nijmegen hatten, brannten ihre Dachziegel auf dem Duivelsberg, einem der Hügel am Rand des Ooijpolders. Eine der ersten neuzeitlichen Ziegelfabriken, die im Ooijpolder gegründet wurden, war die des Bauerns Hermanus Johannes Teunissen aus Erlecom: 1829 errichtete er auf einer Wiese an der Waal, genannt Kleinveld, eine Ziegelei. Nicolaas Damianus van Heukelum war der erste Ziegelhersteller in diesen Poldern, der 1876, in seiner Ziegelfabrik Vijgenwaard eine Dampfmaschine verwendete, um die Ziegelpressen anzutreiben.Van steen en Natuur − De Ooijpolder.
Anfangs wurde der Ton mit Bauernwagen von den Tongruben zu den Pressen und zur Lufttrocknung zu den hölzernen Gestellen auf den Trocknungsplätzen gebracht. Später wurden Pferdebahnen mit hölzernen Kipploren eingesetzt.
T&A Erlecom beschaffte sich 1889 ihre erste Dampflokomotive von Krauss mit der Werksnummer 259/1873. Sie hatte eine Spurweite von 900 mm und wurde bis 1913 im Ooijpolder eingesetzt. Abschnitte der Feldbahnen wurden von spätestens 1889 bis mindestens 1975 betrieben. An zwei Stellen unterquerten die Feldbahnen den Deich durch sogenannte Deichtore (Dijkgat oder Bruggat), die bei Sturmflut durch Rabattplatten abgedichtet werden konnten.
Obwohl die Ziegelein nahe beieinander lagen, waren ihre Schmalspurnetze nicht miteinander verbunden und hatten oft unterschiedliche Spurweiten, da die Fabrikbesitzer im Wettbewerb zueinander standen.Ooypolder en omgeving.Voormalige Steenfabriek De Ooij.
In der Gemeinde Berg en Dal waren noch bis in die 1970er Jahre neun Ziegelwerke in Betrieb. Heute wird nur noch das moderne Ziegelwerk in Erlecom betrieben.Steenfabrieken (in het rivierengebied Berg en Dal). Die Ringöfen der Ziegeleien im Ooijpolder und De Duffelt brannten in ihrer Blütezeit zusammen etwa 900.000 Ziegel pro Woche. Der moderne Tunnelofen in Erlecom liefert heute allein etwa 1,1 Millionen Ziegel pro Woche.
Die ehemaligen Werksgelände haben daher eine neue Bestimmung erhalten. Große Teile der Ufergrundstücke an den mit Wasser vollgelaufenen Tongruben wurden inzwischen zu Naturschutzgebieten umgestaltet. Eine Reihe charakteristischer Fabrikgebäude und hoher Schornsteine ist erhalten geblieben und steht unter Denkmalschutz. Dazu gehören der Schornstein und die Fundamente des Ringofens auf dem Gelände des Vlietbergs, ein Feldofen auf dem Gelände der Ziegelei Robert Janssen (heute staatliche Forstbehörde) sowie der Schornstein der Ziegelei Ooij (heute Reomie). Auch kleinere Bauwerke wie das Deichtor im stillgelegten Deich Spruitenkamp und das Transformatorhäuschen an der Hezelstraat stehen unter Denkmalschutz. Viele noch erkennbar erhaltene Fabrikgelände sind als kulturhistorisch wertvolle Gebiete in die Strukturvision von Ubbergen 2011 aufgenommen worden.
Lokomotiven
Spurweite Hersteller Werks-Nr. Baujahr Inbetriebnahme Stilllegung KesselnummerHans de Herder und Dick v. d. Spek: Nederlandse Industrielocomotieven.Vvb = Vervoerbare ketel nummer Ziegelei Klaverland (1902–1985)1067 mmHohenzollern230188319001903Beschafft aber nicht eingesetzt900 mmKrauss479187519011923Vvb 1, Betsy900 mmHanomag80071919192219xxVvb 2900 mmO&K10535192319321962Vvb 3 Ziegelei Kekerdom (1873–1985)700 mmO&K4670191119151924Vvb 8, T&A700 mmMaffei4099192119231940Vvb 16, T&A700 mmHenschel21840193119311952Vvb 3, N.V. Steenfabrieken “Kekerdom”600 oder 700 mmHenschel21247192819511959Vvb 4, N.V. Steenfabrieken “Kekerdom” Ziegelei Erlecom (1852–heute)900 mmKrauss259187318891913Vvb unbekannt, T&A600 mmO&K8680191819191922Vvb 12, T&A600 mmBorsig9024192019221925Vvb 15, T&A19251928Vvb 1, N.V. Steenfabrieken “Kekerdom en Erlecom”19321935Vvb 2, N.V. Steenfabriek “Erlecom”600 mmHenschel175171920193119xxVvb 4, N.V. Steenfabrieken “Kekerdom en Erlecom”600 mmHanomag10668193019331957Vvb 3, N.V. Steenfabriek “Erlecom” Ziegelei De Bouwkamp I (1851–1967) und Ziegelei De Bouwkamp II (1862–1972)UnbekanntSchwartzkopff9209192819381942Vvb 4, Jurgens Waalsteenfabriek te Erlecom700 mmO&K12869193719371962Vvb 45 (sic!), De Bouwkamp700 mmO&K11591192819551966Vvb 8, De Bouwkamp. Erhalten als Lok 11 Peter bei Stoomtrein Katwijk LeidenStoomloc 11 – Peter.700 mmO&K11648192819551969Vvb 14, De Bouwkamp. Jetzt Lokomotive Hoogeveen der Eerste Drentse Vereniging van Stoomliefhebbers bei "'t Aole Compas" in Barger-Compascuum Ziegelei De Ooij (1829–1966)700 mmKrauss77731920192219xxVvb 1, N.V. Steenfabriek "De Ooij" in Nijmegen/Erlecom600 mmHenschelTyp Monta20925192719xx1972Laut Fabrikliste an T&A geliefert, aber dort nicht bei Stoomwezen aufgelistet. 1972 an Herrn Bekkema in Heerde. Seit 1986 im Deutschen Feld- und Kleinbahnmuseum in DeinsteDampflok Henschel 20925. Ziegelei Robert Janssen te Nijmegen (1829–1966)700 mmDeutz30CXIV F29611917192219xxDreiachsige 600-mm-Benzollok der Heeresfeldbahn mit 30 PS durch Du Croo & Brauns umgespurt.700 mm30/33CXIV F30311918192119xxDreiachsige 600-mm-Benzollok der Heeresfeldbahn mit 30 PS durch Du Croo & Brauns umgespurt.700 mmDeutzPMZ322 F100381931193119xxLok mit Zweizylinder-Zweitaktmotor Ziegelei De Vlietberg (1873–1975)700 mmHenschel13009191419141952Vvb 1, Fels & Burgers in Ooy. Ab 1943 Vvb 2, "De Vlietberg" in Ooij 700 mmO&K122501934194819xxVvb 2, “De Vlietberg” in Ooij
Siehe auch Ziegeleibahnen bei Tolkamer
Weblinks
Encyclopedie historische locaties Steen- en Pannenbakkerijen.
Einzelnachweise
Kategorie:Bahnstrecke in den Niederlanden Kategorie:Feldbahn in den Niederlanden Kategorie:Spurweite 600 mm Kategorie:Spurweite 700 mm Kategorie:Spurweite 900 mm Kategorie:Verkehr (Gelderland) Kategorie:Berg en Dal (Gemeinde)