alt=Broken Jug (artwork) at Harlingen Noorderhaven, Netherlands|mini|Broken Jug alt=Broken Jug (illuminated, night view)|mini|Broken Jug - Illuminiert Die Skulptur „Broken Jug“ (Zerbrochener Krug) nach dem Entwurf des amerikanischen Künstlers Frank Stella steht im niederländischen Harlingen (Provinz Friesland) in der Nähe des Nordseefährhafens.

Beschreibung Der Name „Broken Jug“ bezieht sich nach Aussage des Künstlers auf das Lustspiel von Heinrich von Kleist „Der zerbrochene Krug“. Stella hat sich oft von verschiedenen Fachgebieten wie Literatur, Philosophie und Musik inspirieren lassen.

Der Designer Martin Francis wurde zusammen mit der Werft CMN 1998 in Cherbourg beauftragt, das Kunstwerk aus Edelstahl zu errichten, da es in einem feuchten Klima mit salzhaltiger Luft stehen würde. Vorausgehende Versuche in einer Gießerei in Rhode Island genügten dem Anspruch Stellas an die handwerkliche Qualität nicht.

Die Skulptur aus Edelstahl ist 14 Meter hoch und wiegt ca. 45 Tonnen. Sie war ursprünglich als Blickfang am American Airlines Stadion in Miami, Fl., USA, vorgesehen. Doch deutliche Kostensteigerungen und Verzögerungen führten zur Stornierung des Auftrags. Ein Grund für die höheren Kosten war auch eine Gewichtserhöhung, um die Standfestigkeit bei Hurrikans zu gewährleisten.

Die Stadt Cherbourg, Frankreich, zeigte Interesse an dem Kunstwerk, da es hier erstellt worden war. Doch der verlangte Kaufpreis von drei Millionen Euro schien zu hoch. Es wurde also per Schwertransport nach Harlingen in den Niederlanden überführt, da geplant war, die Skulptur über Harlingen zu verschiffen. Hier stand sie über zwei Jahre am Industriehafen. In dieser Zeit fand sich ein Metallbearbeiter, der das Kunstwerk polierte.

Joop Mulder, der Gründer des Oerol-Festivals auf Terschelling, hatte die Idee, das Kunstwerk an der friesischen Küste am Wattenmeer aufzustellen. Er konnte den Gemeinderat in Harlingen von der Idee überzeugen und auch der Künstler stimmte zu. Im Oktober 2021 bekam die Skulptur hier ihren endgültigen Standort.

Die kühle und silbergrau schimmernde Oberfläche des Kunstwerkes offenbart erst in der Dunkelheit einen weiteren künstlerischen Aspekt: die spezielle Beleuchtung nach einem Konzept des Ateliers Lek aus Rotterdam. Das gesamte Objekt wird von unten in changierenden Farben beleuchtet, welche sich im Takt von Ebbe und Flut verändern. Dabei steht die Farbe Orangegold für Ebbe, für die Flut kommen Blautöne zum Einsatz.

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Kategorie:Kunstwerk