Oskar Felix Arthur Serno (* 26. April 1845 in Bromberg; † 23. April 1920 in Charlottenburg) war ein preußischer Generalleutnant.

Leben Herkunft Oskar war ein Sohn des evangelischen Pfarrers August Serno und dessen Ehefrau Alwine, geborene Schultz. Der preußische General der Artillerie Heinrich Serno (1856–1920) war sein jüngerer Bruder.

Militärkarriere Serno erhielt seine Erziehung im elterlichen Hause. Nach dem erfolgreichen Besuch des Königlichen Gymnasiums in seiner Heimatstadt trat er am 22. Oktober 1864 als Dreijährig-Freiwilliger in das 2. Posensche Infanterie-Regiment Nr. 19 der Preußischen Armee ein. Als Portepeefähnrich absolvierte er von Anfang Oktober 1865 bis Ende Mai des Folgejahres die Kriegsschule Engers und nahm im Anschluss während des Deutschen Krieges bei der Main-Armee an den Kämpfen bei Kissingen, Aschaffenburg und Gerchsheim teil.

Mitte August 1866 avancierte Serno zum Sekondeleutnant, erhielt im März 1869 die Erlaubnis zur Annahme des Mecidiye-Ordens 4. Klasse und war ab Ende Juli 1869 Adjutant des Füsilier-Bataillons.Militär-Wochenblatt. Nr. 26 vom 31. März 1869, S. 207. In dieser Eigenschaft nahm er im Krieg gegen Frankreich 1870/71 an der Einschließung von Metz, den Schlachten bei Noisseville und Saint-Quentin sowie den Belagerungen von Mézières und Péronne teil. Für sein Wirken wurde Serno mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.

Nach dem Friedensschluss rückte er Mitte Juli 1873 zum Premierleutnant auf und war ab dem 20. November 1873 als Adjutant der 24. Infanterie-Brigade kommandiert. Unter Belassung in diesem Kommando erfolgte am 15. Oktober 1874 seine Versetzung in das 1. Hannoversche Infanterie-Regiment Nr. 74. Daran schloss sich am 7. März 1876 seine Kommandierung auf sechs Monate zur Dienstleistung als Adjutant beim Direktor des Militärökonomie-Departements im Kriegsministerium an. Unter Stellung à la suite des 8. Posenschen Infanterie-Regiments Nr. 61 erfolgte Mitte September des Jahres mit der Ernennung zum Adjutanten seine Versetzung in das Ministerium sowie Ende Oktober die Beförderung zum Hauptmann. Als Kompaniechef war er von April 1881 bis März 1884 im Oldenburgischen Infanterie-Regiment Nr. 91 tätig. Anschließend unter Stellung à la suite des Regiments zur Dienstleistung beim Kriegsministerium kommandiert, wurde Serno am 29. Mai 1884 als überzähliger Major erneut in das Kriegsministerium versetzt. Ab dem 19. September 1888 diente er zunächst als Bataillonskommandeur im Colbergschen Grenadier-Regiment (2. Pommersches) Nr. 9 in Stargard sowie ab Ende März 1890 als Oberstleutnant und etatmäßiger Stabsoffizier im Grenadier-Regiment Kronprinz Friedrich Wilhelm (2. Schlesisches) Nr. 11 in Breslau. Serno wurde am 18. Juni 1892 zum Chef der Pensions-Abteilung im Departement für das Invalidenwesen im Kriegsministerium ernannt und avancierte Mitte Februar 1893 zum Oberst. Mit der Ernennung zum Kommandeur des 6. Pommerschen Infanterie-Regiments Nr. 49 trat er am 1. April 1895 in den Truppendienst zurück und erhielt im November 1895 die Erlaubnis zur Annahme des Ordens der Eisernen Krone II. Klasse. Vom 12. September bis zum 17. Oktober 1896 zunächst mit der Führung der 67. Infanterie-Brigade beauftragt, wurde Serno anschließend unter Beförderung zum Generalmajor zum Brigadekommandeur ernannt. In dieser Stellung erhielt er im Mai 1899 den Stern zum Kronen-Orden II. Klasse.Militär-Wochenblatt. Nr. 48 vom 31. Mai 1899, S. 1263. Nachdem man Serno am 27. Januar 1900 mit der Führung der in Trier stationierten 16. Division beauftragt hatte, erfolgte am 18. April seine Beförderung zum Generalleutnant und Ernennung zum Kommandeur dieses Großverbandes. In Genehmigung seines Abschiedgesuches wurde er am 26. April 1901 mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt. Wilhelm II. verlieh ihm anlässlich seiner Verabschiedung den Stern zum Roten Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub.Militär-Wochenblatt. Nr. 45 vom 22. Mai 1901, S. 1211.

Literatur [Otto] Funck, [Otto] von Feldmann: Offizier-Stammliste des vormaligen Königlich Hannoverschen 3. Infanterie-Regiments und des 1. Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 74. 1813–1913. Rechts-, Staats- und Sozialwissenschaftlicher Verlag, Hannover 1913, S. 231–232. [Maximilian] von Koenig: Die Chefs und Offiziere des 2. Schlesischen Infanterie-Regiments, jetzigen Grenadier-Regiments König Friedrich III. (2. Schles.) Nr. 11. Korn, Breslau 1908, S. 332–333. Offizier-Stammliste des Infanterie-Regiments v. Courbiere (2. Posensches) Nr. 19. Görlitz 1913, S. 201.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalleutnant (Königreich Preußen) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Ordens der Eisernen Krone (II. Klasse) Kategorie:Träger des Mecidiye-Ordens (IV. Klasse) Kategorie:Infanterist (Preußen) Kategorie:Preuße Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1845 Kategorie:Gestorben 1920 Kategorie:Mann