Die Underwood-Wassermaus (Rheomys underwoodi) ist ein in Gebirgen im südlichen Mittelamerika verbreitetes Nagetier in der Gattung der Mittelamerikanischen Wassermäuse. Das Typusexemplar stammt aus der Provinz Cartago im zentralen Costa Rica. Die Art ist sehr nah mit der Mexiko-Wassermaus verwandt. Die taxonomische Abgrenzung zwischen beiden Arten sollte noch einmal geprüft werden.

Das Tier ist nach dem britischen Ornithologen und Tiersammler Cecil F. Underwood benannt.

Merkmale Typisch für diese große Wassermaus sind lange und breite Hinterfüße sowie ein Schwanz, der mit 148 bis 158 mm länger als die Kopf-Rumpf-Länge von 130 bis 142 mm ist. Gewichtsangaben fehlen, die Hinterfüße sind 36 bis 38 mm lang und die Ohren erreichen 4 bis 7 mm Länge. Mit der dunkel silberfarbenen Unterseite des Schwanzes weicht das Tier von der Mexiko-Wassermaus ab, die eine weiße Unterseite hat. Bei beiden ist die Oberseite schwarzbraun. Auffällig sind die kleinen Ohren, die im Fell versteckt sind. Eine nackte Rinne zwischen Nasenöffnungen und Oberlippe (Philtrum) ist nicht vorhanden. In der Studie Systematics and diversification of the Ichthyomyini (Salazar-Bravo et al., 2023) wir auf die hellen Flecken im Bereich der Ohren hingewiesen (auf dem Foto mit einem Pfeil markiert).

Verbreitung und Lebensweise Die Underwood-Wassermaus lebt im zentralen Gebirge von Costa Rica und im grenznahen Bereich von Panama. Sie hält sich auf 1500 bis 2000 Meter Höhe auf. Das Tier bewohnt Sumpfgebiete und ufernahe Bereiche an kalten Wasserläufen im felsigen Gelände. An diesen kommt Wald vor. Ein wild lebendes Exemplar hatte Larven von Steinfliegen, Köcherfliegen und Eintagsfliegen im Magen. Tiere in Gefangenschaft schwammen mit dem Kopf und der Schwanzspitze über der Wasseroberfläche. Sie konnten erfolgreich mit Sardinen ernährt werden, lehnten jedoch Pflanzen ab. Die Art kann tags und nachts aktiv sein.

Gefährdung Sollte sich die Wasserqualität durch Abwasser stark verschlechtern, könnte das zum Problem werden. Die Population wird als groß eingeschätzt und es sind verschiedene Schutzzonen vorhanden. Deshalb wird die Underwood-Wassermaus von der IUCN als nicht gefährdet (least concern) gelistet.

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Einzelnachweise

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