Die Stacheln des Igels ist ein pakistanisches Märchen.Annemarie Schimmel (Übers. und Hrsg.): Die Märchen der Weltliteratur – Märchen aus Pakistan. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf / Köln 1980, S. 225, 282.

Handlung Als die Tiere und Vögel noch sprechen können und der Igel noch keine Stacheln hat, verärgert er alle anderen, da er eine unangenehme Eigenschaft hat. Er heuchelt nämlich nicht und sagt stets die Wahrheit, sodass alle verärgert über ihn sind. Als er dann der Schlange sagt, dass es nicht gut sei, die Menschen zu beißen und ihr von dieser Angewohnheit abrät, verleumdet diese ihn beim Menschen, woraufhin dieser, der bereits über den Igel verärgert ist, ihn in einen Dornbusch wirft. Darin heften sich allerlei Dornen an den Igel, die er bis heute hat. Der Schlange gegenüber aber ist er seitdem feindlich gesonnen und so tötet er sie, wenn er sie sieht.

Hintergrund Das Märchen wurde von Muḥammad Sōmār Schaich erzählt und erhielt in Annemarie Schimmels Die Märchen der Weltliteratur – Märchen aus Pakistan (Düsseldorf / Köln 1980) den Titel Die Stacheln des Igels. Nach Stith Thompsons Motif-Index of Folk Literature (Kopenhagen 1955–1958, 6 Bände) wurde das Märchen dem Motiv A 2311.5: Herkunft des Igelfells zugeordnet.

Literatur Annemarie Schimmel (Übers. und Hrsg.): Die Märchen der Weltliteratur – Märchen aus Pakistan. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf / Köln 1980, S. 225, 282.

Einzelnachweise

Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (Pakistan) Kategorie:Tiermärchen