Johann Georg Schmole (* 2. April 1841 in Klix; † 28. Juli 1906 in Dresden) war ein deutscher Pianist, Musikpädagoge und Komponist.

Leben Georg Schmole wurde 1841 als Sohn eines Organisten und Lehrers in der Oberlausitz geboren. Er besuchte zunächst das Lehrerseminar in Freiberg, wo er sich intensiv den musikalischen Fächern widmete. Unterstützt durch ein Stipendium absolvierte er ab 1858 ein Studium am Königlichen Konservatorium Dresden. Dort wurde er vom Musikdirektor Adolf Reichel in der Musiktheorie und von Julius Emil Leonhard im Klavierspiel unterrichtet. Nach einem zwischenzeitlichen künstlerischen Engagement in Moskau kehrte er nach Dresden zurück und schloss seine Ausbildung am Konservatorium ab.

Unmittelbar im Anschluss wurde Schmole am 1. Juni 1863 im Alter von nur 22 Jahren als Lehrer für Klavierspiel an das Dresdner Konservatorium berufen. Er blieb dieser Institution bis zu seinem Lebensende treu und übernahm dort im Laufe der Jahrzehnte verschiedene leitende und organisatorische Funktionen. Ab 1892 war er Mitglied des Direktoriums.

In seinen jüngeren Jahren trat Schmole in Dresden regelmäßig als Pianist öffentlich auf und konzertierte unter anderem in Kammermusikabenden mit Musikern wie Friedrich Grützmacher. Neben seiner Lehr- und Konzerttätigkeit komponierte er einige kleinere Klavierstücke. Bei seinen Berufsgenossen stand er in hohem Ansehen; der Komponist Gustav Merkel widmete ihm beispielsweise seine Zwei Fantasiestücke für Pianoforte op. 73.

Schmole war viele Jahre im Tonkünstler-Verein zu Dresden aktiv, ab 1875 als stellvertretender Vorsitzender. Am 5. Dezember 1891 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Werke (Auswahl) Scherzo. Morceau de Concert, op. 2 Barcarole, op. 4 Walzer, op. 7 Drei Klavierstücke zu 4 Händen, op. 8

Literatur

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