mini|Giovanni Crosetto (2024) Giovanni Crosetto (* 12. August 1990 in Savigliano) ist ein italienischer Politiker (FdI). Er ist seit 2024 Mitglied des Europäischen Parlaments.

Leben Crosetto wurde in Savigliano im Piemont geboren. Er ist der Neffe von Guido Crosetto, welcher unter anderem für seine Rolle im Kabinett Meloni als Verteidigungsminister bekannt ist. Er studierte Wirtschaft und Kommerz an der Universität Turin, schloss sein Studium 2018 ab und arbeitete daraufhin in ebendieser Stadt als Unternehmensberater.

Politik Guido Crosetto gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Fratelli d’Italia im Jahr 2012, woraufhin Crosetto ebenfalls Parteimitglied wurde. Bei den Kommunalwahlen in Turin 2021 trat er auf der Liste der FdI an und wurde mit 1002 Stimmen in den Turiner Stadtrat gewählt. Er wurde dort zum Vorsitzenden der FdI-Fraktion. Sein Wahlkampf wurde dafür bekannt, dass auf Plakaten lediglich sein Nachname in Großbuchstaben zu lesen war, nicht jedoch sein Vorname. Ab seiner Wahl in den Stadtrat von Turin wurde Crosetto unter dem Spitznamen „Neffe Italiens“ (nipote d’Italia) bekannt.

Bei den Europawahlen 2024 trat Crosetto auf der Liste der Fratelli d’Italia an und wurde mit 34.000 Stimmen ins Europäische Parlament gewählt. Im Wahlbezirk Nordwestitalien holte er 19.643 Stimmen in seiner Heimatregion und wurde der einzige Kandidat aus dem Piemont, welcher 2024 ins EU-Parlament gewählt wurde. In diesem wurde er als Teil der Fraktion der europäischen Konservativen und Reformer Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Währung sowie der Delegation für die Beziehungen zu den Maschrik-Ländern. Er ist ebenfalls Teil der Delegation in der Parlamentarischen Versammlung der Union für den Mittelmeerraum.

Positionen Wie auch schon sein Onkel gehört Crosetto zu dem moderaten, liberalen Flügel der Fratelli d’Italia und ist ein Kritiker der Verharmlosung des Faschismus. Er verurteilte Anhänger der FdI, welche im Januar 2024 mit faschistischen Grüßen auffielen. Als Antifaschist kritisierte er auch Parteikollegen, die an der Vorstellung des umstrittenen Buches von Roberto Vannacci teilnahmen.

Bezüglich Themen rund um Umweltschutz vertritt Crosetto die Linie seiner Partei und sieht den European Green Deal als „unrealistisch“ an. Er lehnt ebenfalls In-vitro-Fleisch ab.

Auf internationaler Ebene ist er ein Unterstützer der NATO sowie der israelischen Regierung.

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Einzelnachweise

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