Ein Tagebuch für Anne Frank ist ein Dokumentarkurzfilm von Joachim Hellwig aus dem Jahr 1959.

Inhalt Der Film beginnt mit Fotos und Berichten zu Anne Frank in Amsterdam. Danach wird die Deportation niederländischer Juden in Konzentrationslager dokumentiert, und es werden auch Fotos von Verantwortlichen mit Heinrich Himmler gezeigt. Anschließend sind Filmaufnahmen von der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen durch britische Truppen von 1945 zu sehen.

In dem weiteren Film werden die Namen von ehemaligen leitenden Verantwortlichen genannt, die teilweise zum Tode verurteilt worden waren und dann begnadigt wurden, und über die Bemühungen von Bundeskanzler Adenauer um ihre Auslieferung nach Westdeutschland. Von mehreren Tätern werden deren aktuelle Wohnanschriften und Tätigkeiten mit Foto genannt, auch von Hans Globke, dem Staatssekretär. Bei einem Täter werden Filmaufnahmen von seinem Haus gezeigt, und wie er mit seinem Auto auf das Grundstück fährt.

Am Schluss sind wieder Fotos von Anne Frank zu sehen, und es wird noch einmal darauf hingewiesen, dass einige der damaligen Täter ein freies und uneingeschränktes Leben führen können.

Hintergründe Ein Tagebuch für Anne Frank war einer der ersten Dokumentarkurzfilme des jungen Regisseurs Joachim Hellwig, der sich in jener Zeit auch weiteren Filmrecherchen über ehemalige NS-Täter widmete. Diese hatten immer auch eine propagandistische Ausrichtung gegen die Politik in Westdeutschland. Es war einer der ersten Filme weltweit, der das Schicksal und das Tagebuch der Anne Frank thematisierte.Filme zu Anne Frank Anne Frank, der Film von Emil Stöhr von 1958 war der einzige bekannte frühere

Der Film wurde am 26. Februar 1959 erstmalig gezeigt und hatte am 13. März 1959 seine Premiere in den Kinos der DDR. Am 3. Mai 1959 gab es gleichzeitige Aufführungen in Ost-Berlin, Warschau und Amsterdam.Ein Tagebuch für Anne Frank Progress, erwähnte die gleichzeitige Aufführung in Berlin, Warschau und Amsterdam Es gab außerdem eine englische, eine französische, eine italienische, eine schwedische und eine finnische Sprachfassung. 1960 durfte der Film zu einer geplanten Sonderveranstaltung der Mannheimer Dokumentarfilmwoche nach einem staatlichen Verbot nicht gezeigt werden, was zu Protesten führte.Ein Tagebuch der Anne Frank Filmzensur West-Ost; das Innenministerium war eingeschaltet, als Kompromiss wurde eine Vorführung in einer geschlossenen Veranstaltung vorgeschlagen, was aber von der DDR-Delegation abgelehnt wurde Es gab auch keine anderen Aufführungen in der Bundesrepublik.

Auszeichnungen

1960 Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Wien, Filmfestival, Silbermedaille 1959 Filmfestspiele der Werktätigen der ČSR, Preis 1960 Kurz- und Dokumentarfilmwoche Leipzig, 1. Hauptpreis

Weblinks

Ein Tagebuch für Anne Frank DEFA-Stiftung Ein Tagebuch für Anne Frank Filmportal Ein Tagebuch für Anne Frank Progress A Diary for Anne Frank DEFA Film Library Amherst

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1959 Kategorie:Werk über Anne Frank Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Kurzfilm Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Holocaust-Film