Cyrtodactylus celatus ist eine Art aus der Gattung der Bogenfingergeckos (Cyrtodactylus). Sie ist nur vom Holotypus, einem Weibchen, bekannt, das zwischen dem 26. Februar und dem 29. April 1924 bei „Djamplong, 55 Kilometer auf der Straße von Kupang entfernt“, Westtimor, Provinz Nusa Tenggara Timur, Indonesien, von Malcolm Arthur Smith gesammelt wurde. Da die Art seitdem nicht wiederentdeckt wurde, gilt sie als verschollen. Das Artepitheton celatus ist ein lateinisches Adjektiv und bedeutet „verborgen“.
Merkmale Cyrtodactylus celatus ist eine kleine Art der Bogenfingergeckos. Das einzige bekannte Exemplar hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 38,4 mm. Kennzeichnend sind große, längliche und gekielte Höckerschuppen auf Körper, Gliedmaßen und Schwanz. An der Hautfalte zwischen Bauch und Körperseite sowie am seitlichen Rand der Schwanzunterseite fehlen die Höckerschuppen. In der Körpermitte verlaufen 16 Längsreihen von Höckerschuppen; zwischen den seitlichen Hautfalten liegen 42 Bauchschuppen. Die Schwanzunterseite besitzt keine vergrößerten Mittelschuppen, sondern gleichmäßig kleine Körnerschuppen. Unter der vierten Zehe befinden sich 17 Haftschuppen (sieben körpernahe und zehn zur Zehenspitze hin). Zwischen den Schuppen hinter dem Oberschenkel und denen an dessen Unterseite besteht kein deutlicher Übergang. Schwimmhäute zwischen den Zehen fehlen ebenso wie ein fransenartiger Schuppenrand am Schwanz, der im Querschnitt rund ist. Der Kopf weist keine weißen Netzzeichnungen auf. Auf dem Körper befinden sich lediglich schwach ausgeprägte, annähernd quadratische Flecken.
Lebensraum Smith hielt das gesammelte Exemplar für einen Vertreter der Art Cyrtodactylus marmoratus. Er schrieb 1927 in seinen Aufzeichnungen, dass Cyrtodactylus marmoratus „in einem gut bewaldeten Gebiet mit zahlreichen kleinen Bächen vorkommt“.
Status 2019 wurde die Art von der IUCN Red List als „vom Aussterben bedroht (CR(PE), möglicherweise ausgestorben)“ eingestuft, da sie nur von einem einzigen Fundort bekannt ist, an dem trotz umfangreicher gezielter Erhebungen keine überlebende Population nachgewiesen werden konnte. Rund um den Typusfundort ist nahezu kein geeigneter Lebensraum für einen baumbewohnenden Gecko mehr vorhanden. Zudem wird davon ausgegangen, dass der verbleibende Lebensraum hinsichtlich seiner Ausdehnung und Qualität kontinuierlich abnimmt, obwohl die genauen Ursachen hierfür unklar sind.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geckos Kategorie:Gekkonidae Kategorie:Endemisches Tier Timors Kategorie:Neuzeitlich ausgestorbenes Reptil