Paweł Prabucki (* 3. September 1893 in Iwitzno, Kreis Preußisch Stargard, Regierungsbezirk Danzig, Deutsches Kaiserreich; † 30. August 1942 im Konzentrationslager Dachau) war ein polnischer Priester und Opfer des Nationalsozialismus.

Leben Nach Abschluss des Gymnasiums in Konitz wurde Prabucki im Mai 1915 in das Deutsche Heer eingezogen und diente im 11. schweren Artillerieregiment in Thorn. Als Angehöriger dieses Regiments nahm er an den Schlachten um Verdun, Schlacht von Cambrai und an der Hunderttageoffensive teil. Prabucki erhielt beide Klassen des Eisernen Kreuzes und wurde im Januar 1919 im Rang eines Leutnants aus der deutschen Armee entlassen. Im Mai 1919 trat Prabucki in das Priesterseminar von Pelplin ein, welches er 1923 abschloss. Am 1. September 1923 trat Prabucki seinen Dienst als Kaplan in Tczew an. Ab 1936 wirkte er als Pfarrer in Gostkowo. 1939 wurde Prabucki in die polnische Armee eingezogen und geriet nach dem Überfall auf Polen bei Skierniewice in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er jedoch kurze Zeit später wieder entlassen wurde. Im Oktober 1939 wurde Prabucki erneut inhaftiert und im Dezember 1939 – mit der Auflage, seine Pfarrei zu verlassen – wieder freigelassen. Dies lehnte Prabucki jedoch ab und kehrte in seine Pfarrei zurück. Er wurde erneut verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen und am 14. Dezember 1940 in das KZ Dachau überführt. Dort war es ihm als Lagerkaplan gestattet, die Messe zu lesen, was bis zum 20. September 1941 so bleiben sollte. Ab jenem Tag war es polnischen Geistlichen nicht mehr erlaubt, die Messe zu lesen oder zu besuchen. Prabucki starb am 30. August 1942 im KZ Dachau. Der Seligsprechungsprozess wurde 2003 eingeleitet.

Einzelnachweise

Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen Kategorie:Todesopfer im KZ Dachau Kategorie:Eröffneter Seligsprechungsprozess Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1893 Kategorie:Gestorben 1942 Kategorie:Mann