Michael Schmidt (* 14. Juli 1950 in St. Wendel) ist ein deutscher Chirurg, Allgemeinmediziner und Sportmediziner aus Mettmann. Er war über vier Jahrzehnte als niedergelassener Arzt tätig und ist seit 1996 als akkreditierter Dopingkontrollarzt für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Einsatz.
Leben und sportliche Laufbahn Schmidt wurde im saarländischen St. Wendel geboren. Seine schulische Laufbahn schloss er 1969 mit dem Abitur in Ottweiler ab. Während seiner Jugend spielte Schmidt gemeinsam mit dem späteren Nationalspieler und Bundesliga-Rekordspieler Gerd Zewe in der Schulmannschaft des Gymnasiums St. Wendel, mit der sie in der B-Jugend die Saarlandmeisterschaft errangen. Bis heute verbindet beide eine enge Freundschaft.
Zwischen 1969 und 1973 spielte Schmidt als Mittelfeldspieler für den FC 08 Homburg in der Regionalliga Südwest, der damals zweithöchsten deutschen Spielklasse. Mit den Einnahmen aus dem Fußball finanzierte er sein Studium. Nach seinem Umzug nach Mettmann im Jahr 1975 war er fußballerisch zunächst für den Mettmanner SC und später für den TSV Metzkausen aktiv, wo er sich nach seiner aktiven Zeit auch als Trainer und Vereinsvorsitzender engagierte. Neben dem Fußball ist er langjähriger Präsident des 1962 gegründeten Mettmanner Kegelklubs „Holzjäger“, des ältesten Kegelklubs der Stadt.
Medizinische und wissenschaftliche Karriere Schmidt absolvierte sein Studium der Medizin an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und Homburg. Nach dem Staatsexamen folgte die Promotion. Seine gynäkologische Doktorarbeit wurde mit dem Promotionspreis der Universität des Saarlandes sowie durch die britische Krebsforschungsfachzeitschrift Cancer Research ausgezeichnet. Die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit stellte er zudem auf dem gynäkologischen Weltkongress in Mexiko-Stadt vor.
Seine klinische Ausbildung begann Schmidt 1975 im Saarland und setzte sie im Zuge eines Wechsels nach Nordrhein-Westfalen fort. Er absolvierte seine Facharztausbildung als Assistenzarzt in der chirurgischen Abteilung des St. Elisabeth Krankenhauses in Mettmann sowie im St. Marien Hospital in Düsseldorf. Nach erfolgreicher Facharztprüfung für Chirurgie bei der Ärztekammer Nordrhein in Düsseldorf war er als Oberarzt der chirurgischen Abteilung am St. Elisabeth Krankenhaus Mettmann tätig.
Während seiner Ausbildung absolvierte er umfassende Weiterbildungen in spezialisierten Fachgebieten wie beispielsweise der Proktologie. Schmidt erlangte die Facharztbezeichnungen für Chirurgie und für Allgemeinmedizin mit den Schwerpunkten proktologische Behandlungen und ambulante Operationen.
1982 ließ er sich in einer eigenen Praxis in der Neanderstraße (Hausnummer 60–62) in Mettmann selbstständig nieder. Er praktizierte dort insgesamt 44 Jahre lang – davon sechs Jahre im Klinikdienst und 38 Jahre in freier Praxis –, in denen er über 53.000 Patienten betreute und mehr als 25.000 ambulante Operationen durchführte. Die Praxistätigkeit endete, da der K-Plus-Verband den Medizinstandort Mettmann aufgab.
Tätigkeit als Dopingkontrollarzt Seit 1996 ist Schmidt für den DFB als akkreditierter Dopingkontrollarzt im Einsatz. In dieser Funktion betreute er Spiele in den obersten drei deutschen Profi-Spielklassen. Die Kontrollen und Probenentnahmen führt er nach den offiziellen Anti-Doping-Richtlinien des DFB, den Reglements der FIFA und UEFA sowie den Vorgaben des NADA-Codes durch. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war er im Rahmen von vier WM-Spielen offiziell für die Durchführung der Dopingproben verantwortlich.
Einzelnachweise
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