Kelly Barnhill (* 7. Dezember 1973 in Minneapolis, Minnesota) ist eine amerikanische Autorin von Kinderbüchern und Fantasy- und Science-Fiction-Romanen.

Leben und Wirken Kelly Barnhill besuchte die South High School in Minneapolis und studierte Englisch, Theologie und Kreatives Schreiben an der St. Catherine University in St. Paul, Minnesota. Erste Anerkennung bekam sie bereits als Studentin im Jahr 1993 durch den Abigail Quigley McCarthy Award für ihre Kurzgeschichte The Confessions of Prince Charming. 1996 beendete sie das Studium mit einem Bachelor. Dann ging sie nach Florida und arbeitete dort zunächst in einer Bar. Ein Studium in Pädagogik an der Portland State University schloss sie mit dem Master ab.

Bereits seit den frühen 1990er Jahren schreibt sie und verdiente in dieser Zeit in ganz verschiedenen Bereichen ihren Lebensunterhalt, z. B. als Park-Rangerin, als Kirchendienerein, Bedienung, im Büro und in der Bäckerei. Sie unterrichtete an einer High School in Oregon und an einer Middle School in Minnesota. Schließlich kehrte sie nach Minneapolis zurück, um dort mit ihrem Mann eine Familie zu gründen.

Barnhills Debütroman The Mostly True Story of Jack erschien im Jahr 2011. In darauf folgenden Jahr wurde Iron Hearted Violet veröffentlicht, mit dem sie es in die Finalrunde des Andre Norton Nebula Award schaffte. Für ihr Buch The Girl who Drank the Moon (deutsch Das Mädchen, das den Mond trank), das im Jahr 2017 herausgegeben wurde, erhielt sie mehrere Literaturpreise und wurde durch Stipendien der Jerome Foundation, des Minnesota State Arts Board und der McKnight Foundation gefördert.

Barnhill findet es schwierig, sich selbst einem bestimmten Genre zuzuordnen, da sie Gedichte, Erzählungen, Fantasyromane und Science Fiction, Literatur sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geschrieben hat. In ihrer Jugend habe sie viele Märchen gelesen. Einen großen Einfluss hätten aber auch die Autoren Octavia E. Butler und Ray Bradbury gehabt, der sie besonders mit seinem Roman Fahrenheit 451 zum Schreiben inspirierte.

Im Jahr 2021 erlitt sie nach einen Sturz von einer Treppe eine 15-minütige Bewusstlosigkeit, die ein Schädel-Hirn-Trauma mit Erinnerungslücke an den Unfall und Wortfindungsschwierigkeiten zur Folge hatte und sie bis heute in ihrer schriftstellerischen Arbeit beeinträchtigt.

Barnhill lebt mit ihrem Mann Ted Barnhill in Minnesota und hat drei Kinder.

Werke The Mostly True Story of Jack. 2011 Iron Hearted Violet, illustrated by Iacopo Bruno. 2012

Mrs. Sorensen and the Sasquatch. 2014 The Witch’s Boy. 2014 The Unlicensed Magician. 2015 Mrs. Sorensen and the Sasquatch. 2014 The Girl Who Drank the Moon. 2017, ISBN 978-1-84812-647-3 Das Mädchen, das den Mond trank. dt. von Sandra Knuffinke und Jessika Komina. Fischer Sauerländer, Frankfurt 2020, ISBN 978-3-7335-0418-2 Dreadful Young Ladies and Other Stories. 2018 The Ogress and the Orphans. 2022 When Women Were Dragons. 2022 The Crane Husband. 2023

Auszeichnungen 2013: Andre Norton Award (Finalistin) für Iron Hearted Violet 2016: Word Fantasy Award für The Unlicensed Magician 2017: Andre Norton Award (Finalistin) für The Girl Who Drank the Moon 2017: Locus Award für Best Young Adult Book (2. Rang) für The Girl Who Drank the Moon 2017: Newbery Medal für The Girl Who Drank the Moon 2023: Locus Award (8. Rang) für When Woman Were Dragons 2023: Mythopoeic Award für The Ogress and the Orphans 2024: Word Fantasy Award (6. Rang) für The Crane Husband

Weblinks Offizielle Website (englisch) Bibliography: Kelly Barnhill (englisch)

Einzelnachweise

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