Malletia alata ist eine Muschel-Art aus der Familie der Malletiidae (Ordnung Nuculanida) in der Unterklasse Protobranchia. Sie kommt an der Westküste Nordamerikas vor.
Merkmale Das geblähte Gehäuse ist gleichklappig, aber deutlich ungleichseitig. Der Holotyp, zugleich das größte bisher gefundene Exemplar, misst 30,0 mm in der Länge, 16,1 mm in der Höhe und 12,6 mm in der Breite (Dicke). Der Wirbel sitzt in der vorderen Hälfte des Gehäuses. Er ist breit und nicht hervorstehend. Der hintere Dorsalrand ist fast gerade, der Übergang zum Hinterrand bildet einen kleinen Vorsprung (Flügel). Der vordere Dorsalrand ist flach gerundet und geht in den eng gerundeten Vorderrand über. Der Hinterrand ist breit gerundet bis leicht abgestutzt, der Ventralrand flach und weit gerundet. Die Schlossplatte ist schmal, nur sehr leicht gebogen bis gerade. Sie weist etwa 11 bis 13 vordere Zähnchen, und etwa 45 hintere Zähnchen auf. Das Ligament liegt extern und ist opisthodetisch, die Area ist aber undeutlich.
Die aragonitische Schale ist dünnwandig und glänzend. Das dunkelgelbe bis mittelbraune Periostrakum ist lackartig glänzend und irisierend. Eine Skulptur fehlt zwar, jedoch sind unregelmäßige konzentrische Anwachsstreifen vorhanden, die häufig auch Wachstumsunterbrechungen zeigen.
Unterschiede zu anderen Arten der Gattung Die Art unterscheidet sich von allen anderen Malletia-Arten durch den geflügelten hinteren Dorsalrand. Malletia angulata Sowerby, 1888 besitzt ebenfalls einen flügelartigen Fortsatz auf dem hinteren Dorsalrand, ist jedoch eine kleinere Art mit dickerer Schale und stärker ausgezogenem hinteren Dorsalrand; der Hinterrand ist fast schnabelförmig ausgebildet. Die Wirbel treten stärker hervor.
Geographische Verbreitung und Vorkommen Der Holotyp wurde in 1200 m Tiefe im San-Diego-Trog vor Südkalifornien gedredgt (bei 32° 25,8' N, 117° 27,5' W). Ein weiterer Nachweis der Art stammt aus dem Golf von Kalifornien bei der Insel Santa Cruz (25,3°N) aus 740 m Wassertiefe. Im Süden zieht sich das Verbreitungsgebiet bis auf die Höhe von Acapulco (Guerrero, Mexiko); dort wurde die Art in 2430 m Wassertiefe angetroffen.
Taxonomie Die Art wurde von Frank Reinhold Bernard zum ersten Mal als Malletia (Malletiella) alata beschrieben. Der Name leitet sich von dem kleinen, flügelartigen Fortsatz auf dem hinteren Dorsalrand ab. Der Holotyp wird in der Malakologischen Sammlung des Natural History Museum of Los Angeles County unter der Nummer LACM 2343 aufbewahrt. Die Art wird von MolluscaBase als gültige Art akzeptiert.
Die Untergattung Malletiella Soot-Ryen, 1957, wird heute als Synonym von Malletia aufgefasst.
Literatur Frank Reinhold Bernard: Seven New Speciesof Palaeotaxodonta (Bivalvia) from the Northeastern Pacific Ocean. Venus (Japanese Journal of Malacology), 48(2): 67-72, 1989 PDF
Einzelnachweise Eugene V. Coan, Paul Valentich-Scott: Bivalve Seashells of Tropical West America marine Bivalve mollusks from Baja California to Northern Perú. Part 1. 598 S., Santa Barbara Museum of Natural History, Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-936494-43-2, S. 400. MolluscaBase: Malletia alata F. R. Bernard, 1989 MolluscaBase: Malletia (Malletiella) T. Soot-Ryen, 1957
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Kategorie:Malletiidae Kategorie:Malletiidae (Familie)