Die Sternopleonalhöhle oder Sternoabdominalhöhle ( bzw. ) ist eine Vertiefung im Brustpanzer (Sternum) bei Krabben, in die sich der eingefaltete Hinterleib (Abdomen bestehend aus Pleon und Telson) legt. Sie erstreckt sich vom achten Sterniten nach vorn bis mindestens zum vierten Sterniten. Bei Männchen ist diese Höhle meist schmal und tief und schützt die Begattungsorgane (Gonopoden). Bei den Podotremata, mit Ausnahme der Cyclodorippoidea, nehmen die beiden Hinterleibsabschnitte Pleon und Telson den gesamten Raum zwischen den Coxae der Pereiopoden ein, bei vielen anderen Krabben bleibt der seitliche Bereich des Sternums unbedeckt. Bei Weibchen ist die Sternopleonalhöhle breit, abgerundet und meist flacher als bei Männchen. In ihr münden auf dem sechsten Sternit die beiden Vulvae, bei einigen Krabbenarten tragen die Weibchen in der Höhle die Jungkrabben, sie dient als Brutkammer. Bei den Cyclodorippoidea sind nur die Somiten des Pleons ausgehöhlt und bilden so eine Brutkammer, obwohl eine echte Sternopleonalhöhle fehlt.

Bei den meisten primitiven Krabben wird der Hinterleib durch die Basen der Thoracopoden (Maxilliped 2 und 3 sowie Pereiopoden 1 bis 3) gehalten. Bei höheren Krabben ist häufig ein Druckknopfmechanismus ausgebildet, bei dem ein paariger Knopf auf dem fünften Sterniten in einen Sockel auf dem sechsten Somiten des Pleons einrastet.

Einzelnachweise

Kategorie:Anatomie der Krebstiere