mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Kurzschwanz-Rundblattnase Die Kurzschwanz-Rundblattnase (Hipposideros curtus) ist ein im zentralen Afrika am Golf von Guinea verbreitetes Fledertier in der Gattung der Altwelt-Rundblattnasen. Das Typusexemplar stammt aus der Umgebung des Ortes Sakbayeme in Kamerun. Das Tier zählte noch bis 2005 zu einer Artengruppe, die nach der Zweifarbigen Rundblattnase benannt ist. Da diese in Südostasien verbreitet ist, wird die Zugehörigkeit angezweifelt.

Merkmale Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 50 bis 55 mm, einer Schwanzlänge von 13 bis 23 mm und mit 42 bis 47 mm langen Unterarmen ist die Art kleiner als die Zyklopen-Rundblattnase, die in der genannten Region eine ähnliche Verbreitung hat. Die Hinterfüße sind 7 bis 8 mm lang und die Länge der Ohren liegt bei 15 bis 22 mm. Typisch für den Kopf sind eine kurze Schnauze und ein einfaches Nasenblatt, das oberhalb der elliptischen Grundform zwei Hautlappen hat. Vor diesem Nasenblatt befindet sich eine sackförmige Wulst. Die geschwollene Nasenscheidewand macht die Nasenlöcher kleiner. Bei der Kurzschwanz-Rundblattnase sind die großen Ohren nicht mit einem Hautstreifen verbunden. Ober- und Unterseite sind mit kurzem Fell bedeckt, das auf dem Rücken dunkel graubraun bis schwarz und unterseits etwas heller ist. Ein Exemplar wog etwas über 7 g. Die Haare besitzen in der Mitte einen gelbbraunen Abschnitt und die Flughäute sind schwarzbraun.

Verbreitung und Lebensweise Neben Kamerun ist die Art aus Äquatorialguinea, von der Insel Bioko und aus einem kleinen disjunkten Gebiet im Cross-River-Nationalpark im östlichen Nigerias bekannt. Sie lebt meist im Flach- und Hügelland bis 500 Meter Höhe und erreicht im Nationalpark 800 Meter. Als Habitat dienen tropische Regenwälder und Savannen. Vor allem ist das Tier von Höhlen abhängig, in denen es ungestört ist. Ein in einem Gebäude gefundenes Exemplar war vermutlich auf der Suche nach Insekten hineingelangt. Bei Ausflügen werden überhängende Klippen für Pausen genutzt. Die genauen Beutetiere, Aktivitätszeiten und das Fortpflanzungsverhalten sind unbekannt.

Gefährdung Der Bestand ist durch Waldrodungen und Brände in Schutzgebieten bedroht. Schon geringfügige Störungen in den Höhlen können dazu führen, dass diese verlassen werden. Manchmal teilt die Kurzschwanz-Rundblattnase ihr Versteck mit dem Nilflughund oder mit anderen Flughunden. Wenn diese als Fleischquelle gejagt werden, kommt es zu weiteren Störungen. Die IUCN listet die Art als stark gefährdet (endangered).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Hufeisennasenartige