Buh Party, im Original Boo Party, ist ein asymmetrisches Merk- und Deduktionsspiel der französischen Spieleautoren Florian Sirieix und Benoit Turpin für zwei bis sechs Mitspieler aus dem Jahr 2025. Bei dem Spiel schlüpft ein Mitspieler in die Rolle einer Wahrsagerin, während die anderen als Monster verkleidet auf einer Kostümparty unerkannt bleiben wollen. 2026 wurde das Spiel für das Kinderspiel des Jahres nominiert.
Thema und Ausstattung Bei Buh Party findet eine Kostümparty statt, auf der sich Monster unter die Gäste gemischt haben. Alle Partygäste tragen Kostüme, etwa als Vampir, Alien, Hexe, Schleimmonster oder Kürbis. Ein Spieler übernimmt die Rolle der Wahrsagerin und versucht mit Hilfe von Visionskarten herauszufinden, welche Kostüme die Monster tragen. Die übrigen Spieler spielen gemeinsam als Monster und versuchen, sich jede Runde ein Kostüm auszusuchen, das noch nicht in den Visionen der Wahrsagerin aufgetaucht ist.
Das Spielmaterial besteht neben der Spielanleitung aus 18 Kostümkarten, 18 Visionskarten sowie sechs Monster- und Wahrsager-Plättchen.
Spielweise Zur Vorbereitung bestimmen die Spieler, wer für die gesamte Partie die Wahrsagerin spielt. Diese Person erhält das Wahrsager-Plättchen, alle anderen Spieler nehmen sich je ein Monster-Plättchen. Die Wahrsagerin mischt die Visionskarten und entfernt verdeckt so viele Karten, wie Monster am Spiel teilnehmen. Die übrigen Visionskarten bilden einen verdeckten Stapel. Die Kostümkarten werden offen in der Tischmitte ausgelegt.
Eine Vision aufdecken, Kostüme wählen, Monster beschuldigen und aufdecken.
Das Spiel verläuft über mehrere Runden. Zu Beginn einer Runde deckt die Wahrsagerin die oberste Visionskarte auf und legt sie offen auf die bereits ausliegenden Visionskarten. Auf der ersten Runde wird zusätzlich eine zweite Visionskarte aufgedeckt und auf die erste gelegt. Die sichtbaren Kostüme auf den Visionskarten gelten als verdächtig; ein Monster, das eines dieser Kostüme trägt, kann von der Wahrsagerin erkannt werden.
Danach schließt die Wahrsagerin die Augen und zählt langsam bis fünf. Währenddessen wählen die Monster jeweils eine Kostümkarte aus der Tischmitte und legen sie auf ihr Monster-Plättchen. Sie müssen in jeder Runde ihr Kostüm wechseln. Dabei versuchen sie, sich an alle bereits aufgedeckten Visionskarten zu erinnern und Kostüme zu vermeiden, die dort abgebildet waren. Danach öffnet die Wahrsagerin die Augen und betrachtet die Kostüme der Monster. Trägt eines der Monster kein Kostüm oder trägt ein Monster dasselbe Kostüm wie in der vorherigen Runde, verlieren die Monster sofort. Andernfalls kann die Wahrsagerin entscheiden, ob sie eine Beschuldigung aussprechen möchte. Glaubt sie, dass keines der aktuell getragenen Kostüme in den bisherigen Visionen vorkam, kann sie auf eine Beschuldigung verzichten. Die Monster mischen ihre Kostümkarten dann wieder unter die offene Auslage und eine neue Runde beginnt.
Glaubt die Wahrsagerin dagegen, dass mindestens eines der aktuell getragenen Kostüme bereits auf einer Visionskarte zu sehen war, beschuldigt sie die Monster. Anschließend werden die bisher aufgedeckten Visionskarten überprüft. Findet sich keines der aktuell getragenen Kostüme auf den Visionskarten, haben die Monster erfolgreich geblufft und gewinnen gemeinsam. Stimmt mindestens eines der aktuell getragenen Kostüme mit einer bereits aufgedeckten Vision überein, gewinnt die Wahrsagerin.
Das Spiel endet sofort, wenn die Wahrsagerin eine Beschuldigung ausspricht. Ist die Beschuldigung korrekt, gewinnt die Wahrsagerin; ist sie falsch, gewinnen die Monster. Das Spiel endet ebenfalls sofort zugunsten der Wahrsagerin, wenn ein oder mehrere Monster kein Kostüm tragen oder dasselbe Kostüm wie in der vorherigen Runde verwenden. Werden alle Visionskarten aufgedeckt, ohne dass die Monster enttarnt wurden, gewinnen die Monster gemeinsam. Optional kann anschließend eine Wertung genutzt werden: Dabei erhalten die Monster mehr Punkte, je weniger Visionskarten noch im Stapel liegen, wenn die Wahrsagerin eine falsche Beschuldigung ausspricht. Gewinnt die Wahrsagerin mit einer richtigen Beschuldigung, wird dies ebenfalls als Erfolg der Wahrsagerin gewertet; bei einem Sieg der Monster ohne Beschuldigung zählt die Zahl der verbleibenden Visionskarten als Maß für die Leistung der Monster.
Veröffentlichung und Rezeption Das Spiel Boo Party wurde von Florian Sirieix und Benoit Turpin entwickelt und von Benedetta Capriotti illustriert. 2025 wurde das Spiel von den französischen Spieleverlag Loki in einer französischen, einer englischen und einer deutschen Version veröffentlicht, die deutschsprachige Ausgabe wird unter dem Titel Buh Party von Hutter Trade vertrieben.
2026 wurde Buh Party neben Die Insel der Mookies und Verflixt verzaubert für das Kinderspiel des Jahres nominiert. Die Jury beschreibt das Spiel als Kostümparty für zwei bis sechs Kinder ab fünf Jahren, bei der die Monster nicht vergessen dürfen, welche Verkleidungen die Wahrsagerin bereits gesehen hat. In einer Vorstellung bei brettspiel-news.de wurde das Spiel als Memory- und Deduktionsspiel beschrieben, bei dem ein Spieler als Wahrsagerin gegen die übrigen Monster spielt und die Monster jede Runde ein noch unverfängliches Kostüm wählen müssen. In einer Rezension bei Reich der Spiele wurde Buh Party als lustiges Merkspiel für Kinder beschrieben, das einen großen Wiederspielreiz hat. Sandra Henne schrieb auf Sandra am Spielen, dass die Herausforderung in den ersten Runden noch einfach sei, dann aber zunehme; positiv hob sie hervor, dass Kinder auch ohne sehr gutes Gedächtnis durch das Prinzip des möglichst langen Überlebens Erfolgserlebnisse haben können.
Belege Spielanleitung Boo Party, Loki 2025.
Weblinks Buh Party bei Hutter Trade Boo Party bei Loki
Kategorie:Spiel 2025 Kategorie:Kinderspiel Kategorie:Deduktionsspiel Kategorie:Kooperatives Spiel