mini|Amalienbad: Hauptfassade vom Reumannplatz aus gesehen mini|Das Amalienbad in 1100 Wien, vom Sprungturm aus gesehen mini|Innenansicht: Schwimmhalle mit zwei Stockwerken Kabinenbalkonreihen mini|Das Amalienbad in den 1920er Jahren Das Amalienbad ist ein bekanntes städtisches Hallenbad am Reumannplatz 23 in Favoriten, dem 10. Wiener Gemeindebezirk.

Geschichte Das Amalienbad wurde in den Jahren 1923 bis 1926 von der Wiener Stadtverwaltung nach Plänen der Architekten Karl Schmalhofer und Otto Nadel erbaut und sei zu dieser Zeit (AZ, 1926) gewesen. Die großen Skulpturen an der Fassade schuf Karl Stemolak, die keramische Innenausstattung stammt aus den kunstkeramischen Werkstätten der Brüder Schwadron.Interaktives Ausstellungsprojekt, 5.–30. November 2014, im MAK FORUM; Brüder Schwadron. Website Projekt Schwadron, Stand 1. März 2014. In architektonischer Hinsicht war das Bad an die Grundrisse römischer Thermen angelehnt. Die elegante Innenausstattung erfolgte im Art-déco-Stil. Die Schwimmhalle besaß neben Tribünen auch ein bewegliches Glasdach, das man in nur drei Minuten öffnen konnte. Neben dem Schwimmbecken umfasste die Anlage auch Heilbäder und bot für insgesamt rund 1.300 Besucher Platz.

Noch während der Bauzeit des Bades wurde der bisherige Bürgerplatz davor und nur wenige Wochen nach dem Tod von Jakob Reumann im Juli 1925, dem , nach ihm umbenannt, wie die Arbeiter-Zeitung (AZ), das Zentralorgan der Sozialdemokratie Deutschösterreichs, nach der Eröffnung des Amalienbades am 8. Juli 1926 verkündete: , namentlich nach der im Jahr 1924 verstorbenen Favoritnerin und sozialdemokratischen Wiener Gemeinderätin Amalie Pölzer. Bürgermeister Karl Seitz eröffnete am 8. Juli 1926 mit den Worten:

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Bad schwer beschädigt und nur noch in einer Sparvariante wieder aufgebaut. In den Jahren 1979 bis 1986 fand eine umfangreiche Generalsanierung statt.

Infrastruktur Das Amalienbad ist in die Bereiche Schwimmhalle, Sauna, Brausebad und Sonnenbad untergliedert. Die Schwimmhalle umfasst ein Sport- und Bahnen-Schwimmbecken im Ausmaß von 33,3 × 12,5 Meter und einer Tiefe von 1,25 bis 4,85 Meter sowie ein Kinderbecken. Der Sprungturm ist ausschließlich nur Schulen und Vereinen zugänglich. Im Saunabereich stehen die gängigen Saunaangebote inklusive Whirlpool und Infrarotkabine zur Verfügung. Im weiteren Angebot finden sich ein vereinfachter Spa-Bereich sowie die Gastronomie mit Restaurant und Saunabuffet.

Darüber hinaus sind in dem Gebäudekomplex ein Ambulatorium für physikalische Therapie sowie die Magistratsabteilung 44, „Wiener Bäder“, angesiedelt.

Siehe auch Baden und Schwimmen in Wien

Weblinks

Amalienbad – Hallenbad der Stadt Wien. In: wien.gv.at. Werbefilm für die Kurabteilung des Amalienbades 1926 in mediawien-film.at

Einzelnachweise

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