Johann Simon Freiherr Sina von Hodos und Kizdia (griechisch Ιωάννης Σίνας, ungarisch János Sina, rumänisch Ioan Simeon de Sina; * 16. Januar 1804 in Wien, Habsburgermonarchie; † 4. Mai 1869 ebenda, Österreich-Ungarn) war ein griechisch-österreichischer Bankier und Unternehmer aromunischer Herkunft. Er gehörte der einflussreichen Familie Sina an.

Biografie Johann Simon Sina war der zweite Sohn aus der zweiten Ehe von Simon Georg Sina dem Älteren. In den 1840er Jahren gründete er auf seinem Gut in Mosonszentmiklós (Ungarn) eine der größten Rübenzuckerfabriken des Kaisertums Österreich. Aufgrund der damaligen wirtschaftlichen Schwierigkeiten sank jedoch deren Rentabilität, und nach erheblichen finanziellen Verlusten musste Sina die Fabrik schließlich schließen.

Er blieb Mitinhaber des Bankhauses seines älteren Halbbruders Georg Simon von Sina, bezog jedoch eine geringere jährliche Rente von lediglich 60.000 Gulden. Im Kontrast zu seinem wohlhabenden Bruder wurde er im Wiener Volksmund – wenn auch fälschlicherweise – als „der arme Sina“ bezeichnet. Dennoch bekleidete er über viele Jahre hinweg bedeutende Positionen in der Wiener Gesellschaft und in der wirtschaftlichen Verwaltung des Reiches. Unter anderem war er Direktor der Österreichischen Nationalbank, Direktor der Staatseisenbahn-Gesellschaft und Präsident der Ersten Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft (DDSG).

Aus gesundheitlichen Gründen musste er schließlich von all seinen Ämtern zurücktreten. Anfang Mai 1869 meldeten die Wiener Zeitungen, dass er an den Folgen eines Schlagflusses (Apoplexie) verstorben sei.

Johann Simon von Sina war mit Maria von Nicarussi (* 6. April 1818) verheiratet. Die Ehe blieb kinderlos.

Philanthropie und Mäzenatentum In der philanthropischen Tradition der Familie Sina unterstützte auch Johann Simon zahlreiche wohltätige Projekte. Er finanzierte vollständig die Renovierung der romanischen Kirche in Lébény, die 1841 durch einen Brand schwer beschädigt worden war. Die Wiederherstellung fand zwischen 1862 und 1865 unter seiner Schirmherrschaft als Kirchenpatron der Pfarrei statt.

Zudem unterstützten er und sein Halbbruder Georg den orthodoxen Metropoliten Andrei Șaguna, mit dem die Familie Sina weitläufig verwandt war. Im Jahr 1858 spendete er 600 Gulden für den Bau der Dreifaltigkeitskathedrale in Hermannstadt (Sibiu).https://romanintezet.hu/files/Egyeb/Familii_si_personalitati_macedoromane.pdf

Literatur

Einzelnachweise

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