Margot Saldern, auch Margot Saldern-Schulze (* 30. Mai 1905 in Frankfurt am Main; † 20. Juni 1987 in Berlin)Friedhofsverwaltung Stadt Frankfurt am Main, war eine deutsche Chansonnière und Liedtexterin.
Leben und Wirken Margot Saldern war die Tochter des Kaufmanns Max Schulze und seiner Frau Mathilde geb. Kamberger. Den Namen Saldern führte sie später als Künstlernamen. Ab Mitte der 1930er Jahre lebte und arbeitete sie überwiegend in Berlin. In der Spielzeit 1930/31 war sie als Sängerin im Genre Operette am Theater Heidelberg engagiert,Deutsches Bühnen-Jahrbuch, Theatergeschichtliches Jahr- und Adressbuch, 1931, Seite 467. wo sie zum Beispiel im Zigeunerbaron als ArsenaTheater und Musik: Heidelberger Stadttheater. In: Neue Mannheimer Zeitung, Mannheimer General-Anzeiger vom 13. Dezember 1930, S. 2. und im Dreimäderlhaus als Heiderl auftrat.Das Dreimäderlhaus. In: Heidelberger Beobachter vom 3. Januar 1931, S. 2. 1932 war sie Ensemblemitglied beim Kabarett „Kollektiv“ in Frankfurt am Main.Deutsches Bühnen-Jahrbuch, Theatergeschichtliches Jahr- und Adressbuch, 1933, Seite 881. Im Jahr 1935 stand sie als Schauspielerin bei der Erstaufführung von Hans Fitz’ Bühnenstück Josef Filser am Frankfurter Neuen Theater auf der Bühne.Hans Fitz: Josef Filser. Erstaufführung am Frankfurter Neuen Theater. In: Dortmunder Zeitung Nr. 53 vom 1. Februar 1935. Gastspiele führten sie zum Beispiel nach Breslau an das bekannte Kabarett Kaiserkrone. Während des Zweiten Weltkriegs gastierte sie im Rahmen der Bunten Abende der Kraft-durch-Freude-Programme in verschiedenen Städten Deutschlands.vergl. z. B. Die Deutsche Arbeitsfront „Kraft durch Freude“. In: Gelsenkirchener Allgemeine Zeitung vom 9. Oktober 1943, S. 3.
Liedtexte schrieb Saldern zu Kompositionen von Willy Geisler, Walter Jäger, Edmund Kötscher oder Walter Simlinger. Ihr Lied Ich wünsch’ mir eine kleine Ursula, komponiert von Walter Jäger, wurde von Marita Gründgens (durch die es populär wurde) und Carmen Lahrmann gesungen und auf Schallplatte aufgenommen. Sie schrieb außerdem den Text des Kinderliedes Mein Papi ist mein bester Kamerad (Musik von Willy Geisler), das später unter der Regie von Heinz Rühmann im Geburtstagsfilm für Joseph Goebbels von Goebbels Kindern gesungen wurde.
Saldern war häufig, insbesondere mit Schlagern, in Radioprogrammen zu hören, zum Beispiel beim Deutschlandsender,Das Kleine Radio Blatt vom 28. Juli 1939, S. 22. Reichssender München,Rundfunkwoche Wien Folge 9, 1939, S. 7. Reichssender Frankfurt, Reichssender Stuttgart und Reichssender Breslau.World-radio; the BBC Foreign Programme Journal, Band 26, 1938, S. 41. / / Radiowelt Heft 8 1936, S. X / Das Kleine Blatt vom 26. Mai 1939, S. 31 / Das Kleine Radio Blatt vom 30. Juni 1939, S. 22. Sie nahm zudem Schellackplatten mit Chansons sowie ihren eigenen Kinderliedern auf. Erhalten sind einige Aufnahmen beim Label Odeon.
Margot Saldern lebte mehrere Jahrzehnte in Berlin in ihrem Haus in der Dürerstraße 29. Sie starb am 20. Juni 1987 in Berlin. Die Urne wurde nach der Trauerfeier in Berlin auf dem Hauptfriedhof Frankfurt im Grab ihrer Eltern beigesetzt (Gewann I, Nr. 1561). Teile ihres Nachlasses befinden sich im Deutschen Kabarettarchiv in Mainz.
Diskografie (Auswahl) Schellackplatten Peterle! (Musik/Text: Werner Kleine) / Du Kannst Ja Doch Nicht Von Mir Gehn! (Musik: Edmund Kötscher, Text: Margot Saldern). Margot Saldern mit dem Odeon-Kabarett-Orchester (Odeon O-26330; 1939) Ich Wünsch’ Mir Eine Kleine Ursula ! (Musik: Walter Jäger, Text: Margot Saldern) / Hänschens Nachtgebet (Musik: Willy Geisler, Text: Margot Saldern).Margot Saldern, Instrumentalensemble, Leitung: Willy Geisler (Odeon O-26486) Mein Papi ist mein bester Kamerad. (Musik: Willy Geisler, Text: Margot Saldern). Margot Saldern mit Klavierbegleitung (Brillant-Special LC 0078 / Odeon O-26306) Mutti, bitte geh' nicht aus! (Musik: Willy Geisler, Text: Hans Bussmann). Margot Saldern mit Kinderchor und Instrumentalensemble, Leitung: Willy Geisler (Odeon O-26306) Luftschlösschen (Musik: Willy Geisler, Text: Hans Bussmann). Margot Saldern mit Kinderchor und Instrumentalensemble, Leitung: Willy Geisler (Odeon O-26308) Wenn ich groß bin, liebe Mutter (Musik: Hugo de Groot, Text: Albert de Booy). Margot Saldern mit Instrumentalensemble, Leitung: Willy Geisler (Odeon O-26308)
Weblinks Werke von Margot Saldern im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
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