Voria ruralis ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde von dem schwedischen Entomologen Carl Fredrik Fallén 1810 als Tachina ruralis erstbeschrieben. Das lateinische Art-Epitheton ruralis bedeutet in etwa „vom Lande“ oder „ländlich“.

Merkmale Die gedrungenen, kurzflügeligen und eher dunkel gefärbten Raupenfliegen sind 6,5–8 mm lang. Sie weisen wechselnde graue Zeichnungselemente auf. Der stark beborstete Kopf besitzt drei kräftige, gebogene Borsten (Setae) auf den oberen Parafazialien, wobei die unterste die kräftigste ist und nach unten gebogen ist. Die Arista (Fühlerborste) weist eine sehr kurze Behaarung auf. Die Facettenaugen sind unbehaart. Die Flügelader r1 hat auf ihrer ganzen Länge Börstchen. Die Querader m-cu ist steil und weist einen scharfen Winkel auf. Auf den Tergiten 3 und 4 fehlen mediane Diskalborsten.

Verbreitung Voria ruralis besitzt eine kosmopolitische Verbreitung. Die Art ist in Europa weit verbreitet. In Deutschland gilt die Art als sehr häufig.

Lebensweise Voria ruralis weist mehrere Generationen im Jahr auf. Die Raupenfliegen beobachtet man ab Mitte Mai bis Anfang November, insbesondere im August und im September. Den typischen Lebensraum bilden Wiesen, Gebüsche und Waldränder. Die Raupenfliegen halten sich meist in der niederen Krautvegetation auf und besuchen verschiedene Blüten. Die Larven von Voria ruralis entwickeln sich als Endoparasitoide in Raupen, hauptsächlich von Noctuidae (Eulenfalter). Es können bis zu 6 Tachinidenlarven pro Wirt vorkommen. Als die bedeutendste Wirtsart gilt die Gammaeule.

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Kategorie:Raupenfliegen Kategorie:Tachinidae Kategorie:Parasit bei Wirbellosen