Asmaa Jama (* 1998 in Aalborg) ist eine somalisch-dänische Kunstschaffende, deren Arbeit Dichtung, Film, Text, Installation, Malerei und Performance umfasst.
Leben Jama wurde 1998 in Aalborg geboren und wuchs im Vereinigten Königreich auf. Sie beschreibt die eigene Zugehörigkeit in Bezug auf Somalia, die afrikanische Diaspora sowie eine über nationale Grenzen hinausgehende Vorstellung von Gemeinschaft. Sie ist in Bristol ansässig und wurde von britischen Kunstinstitutionen wie Spike Island und Central Saint Martins vorgestellt. Jama war 2021 Cave Canem Fellow, 2022 FLAMIN Fellow von Film London und wurde 2026 als Studierende des MA Fine Art Digital an Central Saint Martins porträtiert.
Wirken Jamas schriftstellerische und künstlerische Arbeit umfasst Poesie, bewegtes Bild, Performance, Malerei, Archive und spekulative Erzählformen. Ihre Texte erschienen in The Poetry Review, The Good Journal, Ambit, Ballast und Magma und wurden in mehrere Sprachen übersetzt, darunter Deutsch, Französisch, Portugiesisch, Somali, Spanisch und Swahili. Jama gewann den Geoffrey Dearmer Prize und den Access x Art Prize, wurde beim Brunel African Poetry Prize gewürdigt, kam in die Auswahl für den Wasafiri Writing Prize, den James Berry Prize und den New Poets Prize und wurde für den National Poetry Competition gelistet. Das erste filmische Werk Before We Disappear (2021) war eine interaktive Bewegtbildarbeit im Auftrag von BBC Arts; danach entstanden mit Gouled Ahmed The Season of Burning Things (2021) für Bristol Old Vic und Except this time nothing returns from the ashes (2022) für Spike Island. Die Ausstellung Except this time nothing returns from the ashes lief 2023 bei Spike Island in Bristol und erweiterte einen in Addis Abeba gedrehten Film um eine Installation über Selbstporträt, Erinnerung, Familienarchive und die Frage, wer in nationalen Kanons erinnert oder vergessen wird. 2023 übernahm Jama in Bristol zwanzig Plakatflächen mit Standbildern und poetischen Textfragmenten aus Except this time nothing returns from the ashes im Rahmen des von bell hooks’ Buch All About Love angeregten BUILDHOLLYWOOD-Projekts All About Love. 2024 gehörten Jama und Gouled Ahmed zu den 35 Positionen von Bloomberg New Contemporaries 2024, einer Ausstellung für aufstrebende Kunst aus britischen Kunsthochschulen und Lernprogrammen. 2026 vertrat sie Somalia gemeinsam mit Ayan Farah und Warsan Shire im nationalen Pavillon Saddexleey der 61. Kunstbiennale von Venedig, deren Beitrag als erste Teilnahme Somalias gilt. Im somalischen Pavillon legte Jama die Präsentation als Verbindung von Bewegtbild, Installation, visuellen Arbeiten und „lebendiger Poesie“ an.
Einzelnachweise
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