Kannesberg ist eine Streusiedlung in der Weststeiermark in der Marktgemeinde Maria Lankowitz im Bezirk Voitsberg in der Steiermark.

Lage und Geographie Kannesberg liegt im nördlichen Teil der Marktgemeinde Maria Lankowitz, nordwestlich des Ortszentrums. Der Ort liegt auf einem nach Nordosten streichenden Ausläufer des zwischen dem Brandkogel und dem Bundschuhs verlaufenden Höhenzugs, der zum Graben des Sallabaches hin abfällt.

Durch den Ort verläuft keine größere Straße, sondern nur der Kannesbergweg, der Kannesberg mit der zwischen Krenhof und Salla verlaufenden Gaberl Straße (B 77) verbindet. Es besteht auch eine Verbindungsstraße nach Kirchberg.

Geschichte Der heutige Ort Kannesberg entstand vermutlich ab dem 11. Jahrhundert auf einem hochmittelalterlichen Rodungsgebiet. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1782 als Konnasberg. Weitere Erwähnungen erfolgten 1822 als Konasberg, 1882 als Kanesberg sowie schließlich 1883 als Kannesberg. Der Ursprung des Namensteil Kannes- ist unklar. Wahrscheinlich leitet er sich vom slawischen Wort kamen für Stein ab. Auch eine Herleitung von einem Mann names Kanno erscheint möglich. Eine Herleitung vom vorromanischen Kanes mit der sinngemäßen Übersetzung als Gämsenberg wiederum erscheint unwahrscheinlich.

Bis zur Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1848 gehörten die Bewohner von Kannesberg im Verlauf der Jahrhunderte zu verschiedenen Herrschaften. So hatten die Herrschaften Altenberg, Kleinkainach, Lankowitz sowie Piber Untertanen im Ort. Ein Teil der Bewohner gehörten zur Pfarrgült von Köflach. Der Ort war Teil des Werbbezirks Lankowitz.

Mit der Konstituierung der freien Gemeinden im Jahr 1850 wurde Kannesberg Teil der Ortsgemeinde Salla. Als am 1. Januar 2015 Salla im Rahmen der Gemeindestrukturreform mit der Marktgemeinde Maria Lankowitz zusammengelegt wurde, wurde auch Kannesberg Teil der neuen Gemeinde.

Wirtschaft und Infrastruktur Kannesberg ist land- und forstwirtschaftlich geprägt, wobei hier in der Vergangenheit vor allem die und Schafzucht eine größere wirtschaftliche Bedeutung spielte. Ab 1461 schürfte Andreas von Greißenegg mit kaiserlicher Bewilligung bei Kannesberg nach Eisenerz. Nach 1471 geriet dieser Bergbau in Vergessenheit. Kurz vor 1800 wurde der Eisenbergbau bei Kannesberg von Joseph Tunner wieder aufgenommen und zusammen mit dessen Bruder Matthäus und seinen Schwiegervater Leonahrd Großauer betrieben. Die Gewerkschaft Tunner brach 1825 wirtschaftlich zusammen und der Abbau wurde wieder eingestellt.

Der Ort ist nach Salla eingepfarrt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten In Kannesberg gibt es mehrere religiöse Kleindenkmäler die von regionalgeschichtlicher Bedeutung sind. Beim Kern-Kreuz stand früher eine Figur des heiligen Sebastians, der vom Seitenalter der Pfarrkirche Salla gestammt haben soll.

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1782 Kategorie:Geographie (Maria Lankowitz) Kategorie:Pack- und Stubalpe Kategorie:Ort im Bezirk Voitsberg Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Kainach (Mur)