Der Riesachsee ist ein natürlicher See in den Schladminger Tauern im österreichischen Bundesland Steiermark.
Etymologie Der Name leitet sich von den Holzriesen ab, die verwendet wurden, um geschlagenes Holz aus steilem Gelände zu Tal zu befördern.
Lage und Umgebung Der See liegt auf im Riesachtal, einem Nebental des Untertals. Er ruht zwischen Hasenkarspitze () und Ulmspitze () im Norden, Pulverturm () im Nordosten und Mandlspitze () im Süden und weist eine Fläche von 17,1 ha bei einer Länge von 750 m auf. Der Riesachsee wird vom gleichnamigen Bach durchflossen, der aus den südöstlich gelegenen Sonntagskarseen ( und ) stammt und in einem Sanddelta einmündet. Weitere Zuflüsse sind zwei von Norden in Wasserfällen herabstürzende Bäche, der Hasenkarbach und der Kaltenbach. Der See wird zusätzlich vom Grundwasser gespeist. Er ist ein reiner Felsbeckensee, der vom Gletscher geformt wurde, der vom Sonntag- und Lämmerkar vordrang.
Am Nordostufer des Riesachsees liegt die Kaltenbachalm, am Westufer die Obere Gfölleralm, zwei in den Sommermonaten als Gastwirtschaft geführte Almhütten.
Naturschutz Der Riesachsee liegt im 1987 eingerichteten Naturschutzgebiet Riesachtal in den Schladminger Tauern, das sich über eine Fläche von 1265 ha erstreckt. Sein Schutzzweck besteht darin, Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 17. Februar 2011 über die Erklärung des Riesachtales in den Schladminger Tauern zum Naturschutzgebiet Nr. XIV, abgerufen am 4. Juli 2026.
Aufstieg Der See ist über eine für den motorisierten Individualverkehr gesperrte Forststraße erschlossen, die vom Parkplatz Seeleiten heraufführt. Touristisch interessanter ist der Alpinsteig Höll. Vom Parkplatz erreicht man zunächst über viele Stufen das Naturdenkmal Riesachfälle. Hier beginnt der eigentliche Alpinsteig mit einer 50 m langen Hängebrücke und führt danach über Metallstege und steile Leitern über 750 Stufen durch die Schlucht des Riesachbachs. Für den 3,9 km langen Weg, der rund 300 Höhenmeter überwindet, sind 1,25 Stunden zu veranschlagen. Die nächstgelegene AV-Hütte ist die Preintalerhütte (), die dem Riesachbach bergauf folgend nach 1,5 Stunden erreicht wird.
Sage Eine alte Sage berichtet, dass im früher viel größeren Riesachsee ein riesiger Lindwurm hauste. Er hat sich schon lange nicht mehr gezeigt und die Leute sagen, dass er jetzt im Fastenberg steckt, wo er ununterbrochen wühlt und einmal auf der Schladminger Seite durchbrechen wird. Manchmal brüllt er, dass der Fastenberg erzittert. Eines Tages wird er die Felsen durchbrechen, und eine Sintflut wird Schladming und das Ennstal vernichten.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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