Der Läufelberg ist ein hoher Berg im südlichen Markgräflerland in Baden-Württemberg. Er liegt im Landkreis Lörrach auf den Gemarkungen der Gemeinden Fischingen, Schallbach und Efringen-Kirchen, genauer im Bereich des Teilorts Egringen. Als markante Erhebung gehört er naturräumlich zum Markgräfler Hügelland, welches einen Teil des Südlichen Oberrheintieflands bildet. Der Berg trennt das obere Feuerbachtal im Norden von der rheinnahen Ebene im Süden. Zusammen mit dem benachbarten, 354 Meter hohen Reckholder markiert er eine landschaftsprägende Hügelkette im Dreiländereck nahe der Grenzen zur Schweiz und zu Frankreich.

Geologie Geologisch gesehen ist der Läufelberg von besonderer Bedeutung, da er ein hohes Profil der oligozänen Elsässer Molasse aufweist. Die Schichtung des Berges besteht im Kern aus feingeschichteten Kalksteinen sowie glimmerreichen Molassesanden, die von dicken, konkretionären Kalkbänken durchzogen werden. Diese Sedimente lagerten sich vor Jahrmillionen in den Vorläufermeeren des Oberrheingrabens ab. Während der Würmeiszeit erodierte der Rhein die West- und Südflanke des Hügels, wodurch die heutige, steile Abbruchkante des Bamlach-Schallbacher Lösshügellandes entstand, die morphologisch als altes Hochufer des Flusses gedeutet wird. Über den marinen und brackischen Gesteinen liegt eine mächtige, fruchtbare Schicht aus eiszeitlichem Löss. An den Hängen des Berges ist der Läufelbergrain aufgrund dieses geologischen Aufschlusses als flächenhaftes Naturdenkmal geschützt.

Flora und Fauna Aus ökologischer Sicht bildet das Flächenhafte Naturdenkmal (FND) Läufelberg ein wertvolles Refugium für wärmeliebende Pflanzen- und Tiergesellschaften. Der bewaldete Teil des Kamms wird von trockenheitsresistenten Baum- und Straucharten wie der Robinie dominiert. International bekannt ist der Berg jedoch vor allem als Wildbienenparadies. In den weichen Lösswänden und den offenliegenden Einbohrlöchern des Molassekliffs nisten rund 47 teils hochgradig gefährdete Wildbienenarten, darunter spezialisierte Sand- und Seidenbienen, die andernorts kaum noch Nistmöglichkeiten finden. Neben Insekten nutzen auch Reptilien wie Schlingnattern und Eidechsen die sonnenexponierten, trockenen Standorte als Lebensraum, während die Thermik über den Hängen häufig von Greifvögeln zur Jagd genutzt wird.

Nutzung Wirtschaftlich und touristisch ist der Läufelberg intensiv durch den Weinbau geprägt. Die tiefgründigen Lössböden und das milde, sonnenreiche Klima des Markgräflerlandes bieten ideale Bedingungen für Rebsorten wie den Gutedel und den Spätburgunder, die an den sonnigen Südhängen bis nach Fischingen hinab angebaut werden. Zudem gibt es auch eine Trüffelanlage in der Burgundertrüffel angebaut werden.

Für den Tourismus ist die Erhebung durch das regionale Wanderwegenetz erschlossen, wobei unter anderem der bekannte Fernwanderweg Markgräfler Wiiwegli die Westseite des Berges umrundet. Auf der Anhöhe befinden sich Aussichtspunkte mit Blick über die Rheinebene bis zum Schweizer Jura und den französischen Vogesen, ein kriegsgeschichtliches Denkmal sowie ein als Baumkreis angelegter Naturdom.

Literatur Großherzoglich Badische Geologische Landesanstalt (Hrsg.): Mitteilungen der Badischen Geologischen Landesanstalt, Band 7, Winter Verlag, Heidelberg 1914, S. 251, 255–256. , S. 769.

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