Christian Friedrich von Staffeldt (* 1671 in Pommern; † 18. April 1741 in Fredericia, Dänemark) war ein dänischer Offizier deutscher Herkunft, zuletzt im Rang eines Generalleutnants.

Biographie Herkunft und militärische Laufbahn Christian Friedrich von Staffeldt war der Sohn des gleichnamigen Christian Friedrich von Staffeldt auf Carlowitz in Pommern. Er trat in dänische Dienste und wurde 1697 Fähnrich im Regiment des Prinzen Georg (: Prins Georgs Regiment). Im Jahr 1700 stieg er zum Sekondeleutnant auf. 1701 wechselte er als Premierleutnant in das Grenadierkorps (: Grenaderkorpset), wo er 1702 Kapitänleutnant und im darauffolgenden Jahr Hauptmann (: Kaptajn) wurde. Im Jahr 1709 folgte die Beförderung zum Major.

Während des Großen Nordischen Krieges avancierte er 1711 zum Titularoberst (charakterisierter Oberst). Im Jahr 1712 wurde er zum Chef eines geworbenen Regiments ernannt, aus dem später das Slesvigske Infanteriregiment hervorging. 1717 kehrte er als Oberstleutnant zum Grenadierkorps zurück und übernahm dessen Kommando. Im Jahr 1720 erreichte er den Rang eines Generalmajors. Für seine Verdienste wurde er 1727 mit dem Dannebrogorden (Ritter) ausgezeichnet.

Politische Rolle und Spätphase Neben seinem militärischen Dienst wurde Staffeldt in die Politik des absolutistischen Staates miteinbezogen. In den Jahren 1725 und 1726 war er Mitglied der berüchtigten Geheimen Inquisitionskommission (: Gehejme-Inkvisitionskommission). Zudem wurde er 1729 als Kommissar in das Polizei- und Kommerzkollegium (: Politi- og Kommercekollegiet) berufen.

Mit dem Thronwechsel im Jahr 1730 änderte sich seine Situation drastisch. Der neue König Christian VI. hegte eine tiefe Abneigung gegen das alte politische System und ging insbesondere gegen jene Personen vor, die der Geheimen Inquisitionskommission angehört hatten. Auch Staffeldt geriet dadurch in Ungnade des Königs, entging jedoch letztlich politischen Konsequenzen. Im Oktober 1730 schied er aus dem Grenadierkorps aus und wurde im November desselben Jahres zum Stiftamtmann über das Stift Viborg und zum Amtmann über das Amt Hald in Viborg ernannt, jedoch bereits im Dezember wieder entlassen.

Schon im Januar 1731 erhielt er erneut eine Anstellung im Heer, nun im Rang eines Generalleutnants. Im darauffolgenden Jahr (1732) wurde er zum Festungskommandanten von Fredericia ernannt. Diese Funktion übte er bis zu seinem Tod am 18. April 1741 aus.

Familie Staffeldt war dreimal verheiratet, wobei alle seine Ehefrauen wie er selbst aus Pommern stammten: Seine erste Frau war Anna Eleonora von Schack (1669–1732). Nach deren Tod vermählte er sich mit Louise Eleonore von Wackenitz († 1734). Seine dritte Ehefrau wurde Helene Maria von Kleist (1695–1741), eine Stieftochter des in dänischen Diensten stehenden Generalmajors Daniel Ernst von Zepelin. Sie verstarb im selben Jahr wie Staffeldt.

Literatur

Kategorie:General der Frühen Neuzeit (Dänemark-Norwegen) Kategorie:Generalleutnant (Dänemark-Norwegen) Kategorie:Person im Großen Nordischen Krieg (Dänemark-Norwegen) Kategorie:Amtmann (Dänemark-Norwegen) Kategorie:Ritter des Dannebrogordens (1671–1808) Kategorie:Befehlshaber (Dänemark) Kategorie:Befehlshaber eines Regiments Kategorie:Regimentsinhaber der Frühen Neuzeit Kategorie:Deutscher Emigrant in Dänemark Kategorie:Däne Kategorie:Geboren 1671 Kategorie:Gestorben 1741 Kategorie:Mann