mini|hochkant|Kardinal Francisco de Paula de Benavides y Fernández de Navarrete Francisco de Paula de Benavides y Fernández de Navarrete (* 14. Mai (nach anderer Quelle: 11. Mai) 1810 in Baeza, Provinz Jaén; † 30. März 1895 in Saragossa) war ein spanischer Kardinal der Römisch-katholischen Kirche, Erzbischof von Saragossa und Patriarch von Westindien.
Leben Benavides entstammte einer einflussreichen Adelsfamilie und wurde im Palacio de Jabalquinto in Baeza geboren. Er war Sohn von Manuel Francisco de Benavides y Rodríguez Zambrano und Francisca de Paula Fernández de Navarrete Montilla. Sein älterer Bruder Antonio Benavides Fernández de Navarrete war Minister unter Isabella II.
Er studierte zunächst am Seminar San Felipe Neri in Baeza und schloss seine kirchlichen Studien an der Universität Granada ab. Anschließend trat er in die Santiagoorden ein und wurde 1832 im Kloster Uclés zum Ritter geschlagen. Die Priesterweihe empfing er 1836. Als Rektor und Professor für Theologie am Seminar von Baeza wurde er 1847 zum Archidiakon von Úbeda und zum Erzpriester von Jaén ernannt. Er war außerordentlicher Prediger von Isabella II. und Domdekan der Kathedrale von Córdoba.
Auf Vorschlag der Königin wurde er am 23. September 1857 für den Bischofssitz von Sigüenza ausgewählt und am 21. Dezember 1857 durch Papst Pius IX. bestätigt. Die Bischofsweihe empfing er am 14. März 1858 im Convento de las Comendadoras de Santiago in Madrid durch den Erzbischof von Toledo, Kardinal Cirilo de Alameda y Brea. Im Jahr 1863 wurde ihm das Großkreuz des Ordens Isabellas der Katholischen verliehen, 1864 wurde er Senator des Königreichs.
Benavides nahm am Ersten Vatikanischen Konzil teil, verließ es jedoch vor der Abstimmung über die Konstitution Pastor aeternus. Unmittelbar nach seiner Rückkehr in die Diözese richtete er gemeinsam mit 37 weiteren Bischöfen einen Protest an die Regierung wegen der im Parlament vorgelegten kirchenfeindlichen Maßnahmen.
mini|Kardinal Benavides y Fernández de Navarrete am Totenbett König Alfons XII. (Gemälde von Juan Antonio Benlliure, 1887) Nach der Wiederherstellung der Monarchie präsentierte ihn König Alfons XII. 1875 für die Würde des Patriarchen von Westindien und ernannte ihn zum Königlichen Almosenier und Hofkaplan. Am 21. Juni 1875 legte er das Amt des Bischofs von Sigüenza nieder; am 5. Juli 1875 wurde er als Patriarch von Westindien bestätigt. Am 12. März 1877 erhob ihn Papst Leo XIII. im Konsistorium zum Kardinal; am 25. Juni 1877 wurde ihm die Titelkirche San Tommaso in Parione übertragen, am 28. Februar 1879 wechselte er zur Titelkirche San Pietro in Montorio. Am 13. Mai 1881 wurde er zum Erzbischof von Saragossa ernannt. Während seines Episkopats fand in Saragossa der II. Nationale Katholische Kongress statt. Er nahm am Konklave 1878 teil, aus dem Papst Leo XIII. hervorging.
Benavides starb am 30. März 1895 in Saragossa und wurde in der Krypta der Basilica del Pilar beigesetzt.
Literatur A. Orive: „Benavides y Navarrete, Francisco de Paula“. In: Q. Aldea Vaquero, J. Vives Gatell, T. Marín Martínez (Hrsg.): Diccionario de Historia Eclesiástica de España. Bd. I. Consejo Superior de Investigaciones Científicas, Madrid 1972, S. 204–205. T. Mingüella Arnedo: Historia de la diócesis de Sigüenza y de sus obispos. Bd. III. Imprenta de la Revista de Archivos, Bibliotecas y Museos, Madrid 1910–1913, S. 223–234.
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