mini|Egil Monn-Iversen, 1955. mini|Egil Monn-Iversen und Sølvi Wang bei einen Auftritt im Osloer Kabarett- und Revuetheater Chat Noir, 1955. Egil Monn-Iversen (Egil Ragnar Monn; * 14. April 1928 in Oslo; † 7. Juli 2017 ebendort) war ein norwegischer Komponist, Arrangeur, Bandleader, Dirigent, Filmkomponist, Film- und Musikproduzent.

Leben Monn-Iversen hatte frühzeitig Klavierunterricht. Er studierte am Konservatorium von Oslo Arrangement und Instrumentation bei Sverre Bergh und nahm privaten Unterricht bei Hugo Kramm, Robert Levin und Rolf Holger. Sein Hauptinteresse galt jedoch dem Jazz, und er leitete als Jugendlicher Ensembles vom Sextett bis zur Bigband. Daneben legte er 1947 das Abitur ab und schloss 1949 die Handelsschule ab.

Mit der Sängerin und Schauspielerin Sølvi Wang, mit der er von 1951 bis zu ihrem Tod 2011 verheiratet war, Nora Brockstedt, Per Asplin, Oddvar Sanne und Fredrik Conradi (später ersetzt durch Arne Bendiksen) gründete er 1949 die Gesangsgruppe The Monn Keys, deren Debütalbum Solskinn ombord 1951 erschien. Nach weiteren Alben wurde die Gruppe 1954 mit Monn-Iversen als Bandleader von Jens Book-Jenssen für das Theater Chat Noir engagiert, wo sie mit Revuen wie Monn-Iversens Apekattene (1959) nach einem Text von Alfred Næss erfolgreich war. Monn-Iversen selbst leitete das Chat Noir von 1959 bis 1963. In ganz Skandinavien wurden The Monn Keys Anfang der 1960er Jahre mit den Fernsehsendungen Slagerparaden und Prospektkortet bekannt.

Von 1956 bis 1964 leitete Monn-Iversen die Produktionsfirma Egil Monn-Iversen A/S, die Schallplatten und Filme produzierte und als Musikverlag fungierte. Ab 1964 war er Berater beim Fernsehen des NRK Fjernsynet, von 1964 bis 1998 war er dem Sender als Arrangeur fest verbunden. Daneben orchestrierte er Songs für Sänger wie Nora Brockstedt, Inger Jacobsen, Jens Book-Jenssen, Thorbjørn Egner, Wenche Myhre, später auch Sissel Kyrkjebø.

Als Komponist der Musik zu 62 Filmen im Zeitraum von 1952 bis 1994 ist Monn-Iversen der mit Abstand produktivste Komponist der norwegischen Filmgeschichte, wobei er u. a. Texte von Erik Diesen, Alfred Næss, Bjørn Sand und Klaus Hagerup vertonte. Zudem komponierte er zahlreiche Musiken für Kurzfilme, Hörfunk und Fernsehen und vertonte Texte von Alf Prøysen, Erik Bye, Jakob Sande und Otto Nielsen. 1978 entstand seine Musik zu Liv Ullmanns Rezitation von Khalil Gibrans Der Prophet.

Als wichtigster Bereich seines Schaffens gilt die Bühnenmusik, vor allem für das Norske Teatret. Nahezu im Alleingang schuf er, vor allem in Zusammenarbeit mit Harald Tusberg, eine norwegische Musicalszene auf internationalem Niveau. Ab 1984 brachte er mit eigener Produktionsfirma Musicals und Komödien am Chateau Neuf zu Aufführung. Als Berater arbeitete er mit Regisseuren und Choreographen wie Runar Borge und Marianne Skovli Aamodt und dem Bühnenbildner Svein Lund-Roland bei Produktionen in Schweden und Dänemark zusammen und war in den 1980er und 1990er Jahren für den Großteil der Aufführungen am Stockholmer Chinateatern verantwortlich.

Weiterhin engagierte sich Monn-Iversen als Leiter der norwegischen Konzertdirektion (Norsk Konsertdireksjon) und Mitglied des Musikausschusses des Norwegischen Kunstrats (Norsk kulturråd), dessen 70 LPs umfassende Klassikreihe er verantwortete und produzierte. Von 1981 bis 1996 war er Vorstandsvorsitzender der Norske Opera. Ausgezeichnet wurde er u. a. 1973 dem Spellemannprisen und 1998 als Ritter 1. Klasse des Sankt-Olav-Ordens. Der Geiger und Dirigent Arne Monn-Iversen ist sein Bruder, der Filmproduzent Stein Monn-Iversen sein Sohn.

Bühnenwerke Karlsson på taket, 1956 Fifty/Fifty, 1957 Vikinger Bør Børson jr., 1974 Ungen, 1973 Tørres Snørtevold, 1975 Jeppe, 1976 Jakob von Tyboe Styrmand Karlsens Flammer, 1990 Brørne Østermanns Huskors, 1992 Den Stundeslause, 1993 Charlies Tante, 1994 Kjøpmannen i Venezia, 1999

Filmmusiken 1952: Tirich Mir til topps (mit Edvard Fliflet Bræin) 1953: Brudebuketten 1954: Kasserer Jensen 1954: Troll i ord 1961: Line 1962: Tonny 1962: Operasjon Løvsprett 1962: Stompa & Co 1963: Stompa, selvfølgelig 1963: Vildanden 1963: Elskere 1964: Operasjon Sjøsprøyt 1965: Stompa forelsker seg 1965: Skjær i sjøen 1966: Skrift i sne 1966: Hurra for Andersens 1966: Før frostnettene 1967: Himmel og hav! Stompa til sjøs! 1968: Mannen som ikke kunne le 1969: Olsen-Banden 1969: Brent jord 1970: Balladen om mestertyven Ole Høiland 1970: Døden i gatene 1974: Bobbys krig 1974: Den siste Fleksnes 1975: Fru Inger til Østråt 1976: Reisen til Julestjernen (nach Johan Halvorsen) 1977: Øyeblikket 1994: Fredrikssons fabrikk – The Movie

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