Der Bombenanschlag in Cajibío war ein Terroranschlag der kolumbianischen Guerillagruppe FARC-EP am 25. April 2026 an der Panamericana im Departamento del Cauca bei Cajibío zwischen Popayán und Cali in der Nähe der Ortschaft El Túnel. Es gab 21 Todesopfer und 56 Verletzte.

Ablauf Am 25. April 2026 wurde gegen Mittag der Verkehr auf der Panamericana bei El Túnel blockiert und Sprengstoffzylinder auf der Straße platziert. Wenige Minuten später, als die Fahrzeugkolonne weiterfuhr, wurden die Bomben zur Explosion gebracht. Die Explosion zerstörte die Straße und mehrere Fahrzeuge. Zusätzlich wurde ein Sprengstoffzylinder auf einen Kleinbus geworfen, der dadurch vollständig zerstört wurde, wodurch alle Insassen ums Leben kamen. In der Straße gab es einen tiefen Krater und der Verkehr kam vollständig zum Erliegen. Die Rettungsdienste und Krankenhäuser waren durch die große Zahl an Verletzten überlastet.

Nach dem Angriff wurden zunächst mindestens 14 Tote und mehr als 38 Verletzte gemeldet. Da mehrere Personen an ihren Verletzungen starben, wurde am 26. April von 19 Toten berichtet. Am 27. April erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf 21 und die Zahl der Verletzten wurde mit 56 angegeben.

General Hugo Alejandro López, Chef der kolumbianischen Streitkräfte, bezeichnete den Anschlag auf einer Pressekonferenz am 26. April 2026 als „terroristischen Akt“. Er machte dafür das Netzwerk von Iván Mordisco verantwortlich, einer der meistgesuchten Personen Kolumbiens, sowie die Fraktion Jaime Martínez. Die Armee vermutet, dass die Rebellen den Verkehr blockierten, um Sicherheitskräfte in einen Hinterhalt zu locken. Der Anschlag traf jedoch ausschließlich Zivilisten. Laut Verteidigungsminister Pedro Sánchez handelte es sich um einen Vergeltungsanschlag als Reaktion auf den militärischen Druck nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen dem damaligen Präsidenten Gustavo Petro und dem Anführer der Rebellen, Iván Mordisco.

Die FARC-EP bekannte sich später zum Anschlag, behauptete aber, es sei nicht beabsichtigt gewesen, Zivilisten zu verletzen. Ende April wurde José Vitonco festgenommen, laut Polizei der Hauptverantwortliche für den Anschlags.

Hintergrund Das Attentat ist Teil einer Serie von Terroranschlägen und Angriffen in Kolumbien. 2025 und 2026 kam es in mehreren Regionen Kolumbiens zu einer Reihe schwerwiegender Zwischenfälle, an denen illegale bewaffnete Gruppierungen beteiligt waren, die für wiederholte gewaltsame Übergriffe auf Zivilisten und Behörden verantwortlich sind. In der Region Catatumbo fanden Kampfhandlungen statt, die Dutzende Opfer forderten und zur Vertreibung tausender Einwohner führten. Im Departement Arauca fand ein bewaffneter Angriff auf den Konvoi des Senators statt, bei dem Mitglieder seines Sicherheitspersonals getötet wurden. Im Departamento del Cauca wurde eine Senatorin zusammen mit ihren Leibwächtern kurzzeitig entführt. Eine weitere Reihe koordinierter Angriffe auf militärische und zivile Einrichtungen fanden im Departamento del Cauca und um Cali statt, so ein Bombenanschlag auf den Militärflughafen Base Aérea Marco Fidel Suárez in Cali.

Einzelnachweise

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